1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Mexiko

Mexiko: Polizei findet 32 Leichen in Massengrab

Die Leichen wurden im Bundestaat Guerrero gefunden. Die Gegend ist wegen harter Kämpfe zwischen Drogenbanden berüchtigt, die ihre Opfer immer wieder in Massengräber verscharren.

In mehreren Massengräbern im Süden von Mexiko haben Ermittler in den vergangenen Tagen 32 Leichen sowie neun abgetrennte Köpfe entdeckt. "Die Funde sind schrecklich", erklärte der Sprecher der Sicherheitsbehörden im Staat Guerrero, Roberto Alvarez. Die Toten wurden den Angaben zufolge zwischen Dienstag und Donnerstag in insgesamt 17 Gruben auf einem Berg in dem Dorf Pochahuixco entdeckt.

Die Leichen wurden zur Identifizierung in die Hauptstadt des Bundesstaats, Chilpancingo, gebracht. Alvarez' Angaben zufolge wurden zunächst keine Verdächtigen festgenommen. In der Region waren erst am Wochenende fast 30 Menschen getötet worden. Die Gegend ist wegen harter Kämpfe zwischen Drogenbanden berüchtigt, aktiv sind dort die Gruppen Guerreros Unidos und Los Rojos. Seit Jahren sind die Banden auch dafür bekannt, ihre Opfer heimlich in Massengräbern zu verscharren.

Mexiko Massengräber im Bundesstaat Veracruz entdeckt (picture-alliance/ZUMAPRESS/Agencia El Universaljma)

Erst im September entdeckte die Polizei ein Massengrab mit 28 Leichen in Veracruz (Archivbild)

Mehr als 1800 Morde allein in Guerrero

Das südwestlich von Mexiko-Stadt gelegene Guerrero mit dem Badeort Acapulco ist in den vergangenen Jahren zu einem der Hauptschauplätze des Drogenkriegs geworden. Mit mehr als 1800 Morden seit Jahresbeginn steht Guerrero an zweiter Stelle unter den mexikanischen Bundesstaaten. Regelmäßig werden dort Massengräber entdeckt. Auf der Suche nach 43 vor zwei Jahren verschleppten Studenten stoßen die Ermittler immer wieder zufällig auf verscharrte Tote. Über 20 000 Menschen gelten in Mexiko als vermisst.

mar/hf (dpa, afp)