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Aktuell Amerika

Mexiko: Ein Verschwundener identifiziert

Seit Wochen sorgt der Fall der in Mexiko verschwundenen Studenten für Aufsehen und Empörung. Nun scheint wenigstens etwas Klarheit in die Sache zu kommen. Einer der Getöteten wurde identifiziert.

Zehn Wochen nach der Entführung von 43 Studenten im Südwesten Mexikos haben Gerichtsmediziner die Identität eines der Mordopfer bestätigen können. Wie mehrere Nachrichtenagenturen übereinstimmend unter Berufung auf die Ermittler berichten, konnte der Student aufgrund von Untersuchungen der sterblichen Überreste identifiziert werden, die auf einer Müllkippe sichergestellt wurden. Die Behörden gehen davon aus, dass die jungen Leute Ende September von korrupten Polizisten entführt, anschließend von Drogenhändlern ermordet und auf der Müllkippe verscharrt wurden.

Bei dem nun identifizierten Mann soll es sich um Alexander Mora handeln, heißt es in den Agenturberichten. Die Familie des Lehramtsstudenten sei bereits informiert worden. In einigen Berichten heißt es, gefundene Knochenteile seien von Forensikern in Österreich untersucht worden. Nach anderen Quellen, die sich auf mexikanische Regierungsquellen berufen, identifizierten argentinische Gerichtsmediziner die Überreste des Vermissten.

Regierung in der Krise

Wegen des Verschwindens der 43 jungen Leute wurden Dutzende Polizisten und auch der Bürgermeister der Stadt Iguala festgenommen, in der die Studenten demonstriert hatten. Der Fall führte landesweit zu Protesten (Artikelbild) und stürzte sogar die Regierung von Präsident Enrique Pena Nieto in eine Krise. Dieser kündigte mittlerweile einen radikalen Umbau der Sicherheitsstrukturen in dem Land an.

Unterdessen ist auch der Polizeichef von Mexiko-Stadt nach heftiger Kritik am Umgang seiner Beamten mit den Protesten gegen die Ermordung der Studenten zurückgetreten. Jesus Rodríguez Almeida legte den Posten mit sofortiger Wirkung nieder, wie der Bürgermeister der mexikanischen Hauptstadt, Miguel Angel Mancera, am Freitag mitteilte.

ml/qu (rtr,afp,ape)