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Sport

Mexiko dabei, Blamage für England

England hat sich mit einem 0:1 in Nordirland bis auf die Knochen blamiert - die erste Niederlage in Belfast seit 1927. Mexiko hingegen kann die Reise zur WM 2006 fest buchen.

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Nicht Jubel, sondern Verzweiflung: David Beckham

"Die schlimmste Niederlage seit über 50 Jahren", schrieb der "Daily Mirror" nach dem peinlichen 0:1 gegen Nordirland. Die erste Niederlage im 22. Qualifikationsspiel unter Sven-Göran Eriksson hat in England Rufe nach einer Ablösung des schwedischen Teammanagers laut werden lassen. "Sven muss gehen", forderte etwa das Boulevardblatt "Sun". Doch der 57-Jährige denkt nicht daran, seinen Posten zu räumen. "Ich werde nicht zurücktreten. Mich zu entlassen ist Sache des englischen Verbandes", erklärte Eriksson, dessen Vertrag bis 2008 läuft. Rückendeckung erhielt der Coach unter anderem von David Beckham. Englands Ausrutscher verhalf Polen (1:0 gegen Wales) zu einem Fünf-Punkte-Vorsprung. Allerdings muss der Spitzenreiter, der schon ein Spiel mehr absolviert hat, am 12. Oktober noch auf der Insel antreten.

Freude in Frankreich

WM Qualifikationsspiel Fußball Irland gegen Frankreich

Thierry Henry wird vom Iren John O'Shea getackelt

Während bei den Engländern der Haussegen schief hängt, ist die Fußball-Welt in Frankreich nach dem 1:0-Sieg in Irland wieder in Ordnung. "Das ist ein großartiges Ergebnis", sagte Thierry Henry, Torschütze in Dublin. Auch Trainer Raymond Domenech war hoch zufrieden: "Da ist wieder Leben im Team, die Spieler wollen nach Deutschland." Mit den drei Punkten schlossen die Franzosen in der Gruppe 4 mit 16 Punkten zu Tabellenführer Schweiz auf, der in Zypern zu einem 3:1-Pflichtsieg kam.

Italien fast durch

Dank schottischer Schützenhilfe fehlt Italien nur noch ein Punkt zur WM. Luca Toni sorgte mit drei Treffern beim 4:1 in Weißrussland fast im Alleingang für den Sieg. "Das war ein unvergesslicher Abend", schwärmte der 28-jährige Angreifer aus Florenz, der erst vor einem Jahr sein Debüt im Nationalteam gefeiert hatte und Marco van Basten als sein Vorbild bezeichnet. Weil Schottland 2:1 in Norwegen gewann, baute Italien seinen Vorsprung in der Gruppe 5 auf fünf Zähler aus.

Spanien stolpert

Ein Fehler von Real Madrids Torhüter Iker Casillas hat Spanien den erhofften Sprung an die Tabellenspitze der Gruppe 7 gekostet. Mateja Kezman bestrafte den Patzer mit dem 1:1 für Serbien-Montenegro, das weiter auf direktem WM-Kurs ist, während den Iberern im November das Nachsitzen in der Relegation droht. "Jetzt stehen wir mit dummem Gesicht da. Unglaublich!", ereiferte sich das Blatt "Marca" über die Punkteteilung. Da half es auch nichts, dass Raul den Serben nach 649 Minuten ohne Gegentor in der Qualifikation den ersten Fleck auf der weißen Weste zufügte.

Vorfreude in Portugal

In Portugal hat sich nach dem 0:0 in Russland bereits WM-Vorfreude breitgemacht. Bei fünf Zählern Vorsprung vor den Russen und Slowakei in der Gruppe 3 sowie noch ausstehenden Heimspielen gegen Liechtenstein und Lettland dürfte für den Vize-Europameister nichts mehr schief gehen.

Niederlande vor den Tschechen

In der Gruppe 1 sind die Niederlanden nach dem 4:0 gegen Andorra wohl nicht mehr von der Spitze zu verdrängen. Neben dem zwei Mal erfolgreichen Ruud van Nistelrooy trug sich auch HSV-Neuzugang Rafael van der Vaart in die Torschützenliste ein. Verfolger Tschechien hat nach dem 4:1 gegen Armenien weiter vier Punkte Rückstand. Am 8. Oktober kommt es in Prag zum Gipfeltreffen beider Teams.

Ungarn draußen

WM 2006 Qualifikation, Zlatan Ibrahimovic und Henrik Larsson

Zlatan Ibrahimovic und Henrik Larsson

Endgültig ausgeträumt ist der WM-Traum dagegen für Ungarn mit Coach Matthäus. Die Magyaren kassierten gegen Schweden in der 91. Minute das 0:1 durch ein unglaubliches Tor von Zlatan Ibrahimovic. "Ich bin immer noch im Schockzustand. Wir hatten ein anderes Ergebnis verdient", sagte Mathäus.

Rehhagel im Glück

Nach einem "Last-Minute-Tor" durch den eingewechselten Nikos Liberopoulos zum 2:1-Sieg in Kasachstan dürfen auch "König" Otto Rehhagel und seine griechischen Europameister wieder träumen. Hinter der Ukraine, die dem Zweiten Türkei (20 Punkte aus elf Spielen) mit 0:1 unterlag, hat "Rehakles" mit 18 Zählern nach zehn Partien noch alle Chancen auf Platz zwei. "Wir müssen vieles ändern und uns in Dänemark spielerisch deutlich verbessern, wenn wir dort Erfolg haben wollen. Zumindest kämpferisch waren wir aber stark", sagte Rehhagel. In den griechischen Zeitungen wurde der schmeichelhafte Erfolg nicht schön geredet. "Künstliche Beatmung - noch ein enttäuschender Auftritt", schrieb Goalnews, und Sportime meinte: "Wenn Gott eine Nationalität hätte, wäre er Grieche!"

Blamage und Ausschreitungen

Der Zweite Kroatien blamierte sich indes beim 1:1 auf Malta nach allen Regeln der Kunst. und hat nun einen Punkt Rückstand auf Tabellenführer Schweden. Nach dem Spiel kam es zu Ausschreitungen, die 70 Verletzte forderten.Die maltesische Polizei nahm in Valetta 103 Gästefans fest, die Sitze und Flaschen auf das Spielfeld geworfen hatten.

Willkommen Mexiko!

Vorzeitig ohne alle Qualifikationssorgen ist Mexiko, das nach dem 5:0 gegen Panama als zehnter Teilnehmer an der WM-Endrunde feststeht. "Wir sind gut, wir sind stark, wir sind bereit für Deutschland", sagte Stürmerstar und Torschütze Jared Borgetti. (sams)

  • Datum 08.09.2005
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