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Wirtschaft

Mexikaner Slim erneut reichster Mann der Welt

Das US-Magazin "Forbes" veröffentlicht die diesjährige Liste der Superreichen: Auf den vorderen Plätzen ändert sich nichts; in Brasilien, Russland, Indien und China gibt einen regelrechten Milliardärsboom.

Porträt: Carlos Slim Helú (Foto:ap)

Der reichste Mann der Welt: Carlos Slim Helú

Er besitzt soviel Geld wie kein anderer: Der mexikanische Unternehmer Carlos Slim Helú ist zum wiederholten Male der reichste Mann der Welt. Auf 74 Milliarden US-Dollar - 20,5 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr - bezifferte das Magazin "Forbes" sein Vermögen in der neuen Forbes-Liste der Reichen, die am Mittwoch (09.03.2011) Ortszeit) in New York veröffentlicht wurde.

Microsoft-Gründer Bill Gates landet auch dieses Jahr mit 56 Milliarden US-Dollar auf dem zweiten Platz. Slim Helú verdankt sein Vermögen seiner beherrschenden Stellung in der lateinamerikanischen Telekommunikationsbranche. Wenn Gates nicht bisher insgesamt 28 Milliarden Dollar für wohltätige Zwecke gespendet hätte, würde er die Liste anführen.

Milliardärsboom in Schwellenländern

Für die größte Überraschung sorgten dieses Jahr die Schwellenländer: Am stärksten stieg die Zahl der Milliardäre nämlich in Brasilien, Russland, Indien und China. In China hat sich die Zahl auf 115 fast verdoppelt. Russland und China sind die ersten Länder, die neben den USA mehr als 100 Milliardäre aufweisen.

Getrieben wurde der Milliardärsboom in Russland vor allem vom Anstieg der Rohstoffpreise. In Indien und China hängt der Milliardärs-Zuwachs mit dem starken Wirtschaftswachstum zusammen. "Vor zehn Jahren kam die Hälfte der Milliardäre aus den USA, heute ist es noch ein Drittel", kommentierte das Magazin den Trend.

Aldi-Gründer bleibt der reichste Deutsche

Porträt: Steve Forbes, Herausgeber des Forbes-Magazins (Foto:dpa)

Er weiß wieviel die Reichen verdienen: Steve Forbes, Herausgeber des "Forbes"-Magazins

Erstmals seit Jahren ist unter den ersten Zehn kein Deutscher. Reichster Europäer ist der Franzose Bernhard Arnault auf Platz Vier. Diesem gehört der Luxusgüterkonzern Louis Vitton-Moët Hennesy. Der reichste Deutsche ist nach wie vor Aldi-Gründer Karl Albrecht. "Deutschland ist eine der größten Wirtschaften der Welt mit einem tollen Wachstum, aber Milliardäre werden woanders gemacht", lautet das Urteil des US-Magazins. Der größte Verlierer kommt aus Schweden: Ikea-Gründer Ingvar Kamprad verlor etwa ein Viertel seines Vermögens und kam nun nur noch auf 17 Milliarden.

Insgesamt verzeichnet die Forbes-Liste 1.210 Dollar-Milliardäre in der ganzen Welt. Das sind nicht nur 200 mehr als im Vorjahr, sondern auch die höchste Zahl seit dem Erscheinen der ersten Liste vor 25 Jahren. Zusammen verfügen alle Milliardäre über 4,5 Billionen Dollar. Das sei mehr als Deutschlands Bruttoinlandsprodukt, gab Forbes bekannt.

Autorin: Jill Wagner (dpa, rtrd, epd)

Redaktion: Dirk Eckert

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