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Wirtschaft

Metro schreibt wieder schwarze Zahlen

Der Metro-Konzern ist in die Gewinnzone zurückgekehrt. Insgesamt kaufen die Verbraucher aber weniger ein. Der Handelsriese plant deshalb einen Konzernumbau, dem möglicherweise weltweit 15.000 Stellen zum Opfer fallen.

Metro (Foto: dpa)

Der weltweit viertgrößte Handelskonzern kann wieder schwarze Zahlen verzeichnen. "Angesichts der massiven Wirtschaftskrise hat sich die Metro Group gut behauptet", so der Vorstandsvorsitzende Eckard Cordes. Zwar hat Metro im ersten Quartal 2009 einen dreistelligen Millionenverlust eingefahren. Und auch in den Monaten April bis Juni ging der Umsatz um 3,8 Prozent zurück. Aber unter dem Strich machte der Handelsriese im zweiten Quartal einen Gewinn von 48 Millionen Euro, teile das Unternehmen am Montag (03.08.2009) in Düsseldorf mit.

Der Umsatz des Handelkonzerns Metro in Deutschland kletterte sogar im ersten Halbjahr leicht nach oben, um 0,1 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro. Dazu hätten vor allem der stabile Inlandsumsatz von Media Markt und Saturn in den ersten sechs Monaten beigetragen, hieß es. Diese konnten mit einem Plus von 5,8 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro Rückgänge bei den Großhandelsmärkten der Lebensmitteltochter Real und der Warenhaustochter Kaufhof ausgleichen.

Verbraucher halten sich zurück

Mit Preissenkungen und viel Werbung konnte Metro die Konsumenten in Kauflaune halten, trotz eines insgesamt zurückhaltenden Kaufverhaltens der Verbraucher. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verzeichnete der Einzelhandel von Januar bis Juni einen Umsatzrückgang von 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Deutliche Einbußen mussten die Metro-Großhandelsmärkte Cash & Carry hinnehmen. In den ersten sechs Monaten fiel der Umsatz um 6,5 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro. Bei den Metro-Filialen in Osteuropa machten sich massive Wechselkursveränderungen in der Halbjahresbilanz bemerkbar. Durch die Abwertung osteuropäischer Währungen gegenüber dem Euro entstanden zum Teil deutliche Rückgänge. Der Konzernumsatz sank um 3,2 Prozent auf 30,5 Milliarden Euro.

Stellenabbau geplant

Von einer Trendwende wollte Cordes bei der Vorstellung der Halbjahresbilanz nicht reden. Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und die weiteren Auswirkungen der Finanzkrise würden keinen konkreten Ausblick für die zweite Hälfte 2009 ermöglich. Allerdings soll das Ergebnis bis 2012 mit einem Sparprogramm um rund 1,5 Milliarden Euro gesteigert werden. Diesem Sparprogramm könnten rund 15.000 Stellen zum Opfer fallen, davon rund 4000 in Deutschland. (sas/det/afp/ap/dpa/rtr)

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