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Filme

#MeToo: Hunderte demonstrieren in Hollywood gegen sexuelle Belästigung

Hunderte Menschen haben in Hollywood gegen sexuelle Gewalt und Belästigung protestiert. Auch in Schweden berichten Schauspielerinnen von sexuellen Übergriffen.

Einige Teilnehmerinnen trugen T-Shirts mit dem Slogan #MeToo, andere hielten Plakate in die Höhe: "The way I dress is not a yes!!!" (deutsch: Wie ich mich kleide, ist kein Freibrief). Der Protestmarsch verlief entlang des prestigeträchtigen Hollywood Boulevard und vorbei am Dolby Theatre, wo die Oscars verliehen werden.

Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern war die Aktivistin Tarana Burke, deren MeToo-Slogan von der US-Schauspielerin Alyssa Milano aufgegriffen und auf dem Kurznachrichtendienst Twitter verbreitet worden war. Sexuelle Übergriffe kämen überall vor, sagte Burke, von Hollywood gehe nun eine weltweite Bewegung aus. Seit Bekanntwerden der Missbrauchsvorwürfe gegen den Produzenten Harvey Weinstein ist der Hashtag #MeToo zum Symbol von Frauen geworden, die Erfahrungen mit sexuellen Übergriffen gemacht oder sogar Gewalt erfahren haben. "Ihr seid alle mutig", rief die TV-Journalistin Lauren Sivan dem Protestzug zu. Auch Sivan hatte Weinstein Belästigung vorgeworfen.

USA Los Angeles Demonstration Solidarität mit Opfern sexueller Gewalt (picture-alliance/NurPhoto/R. Tivony)

Protest mit Wortwitz: In Hollywood gingen Hunderte auf die Straße

Schauspielerinnen in Schweden machen sexuelle Belästigung öffentlich

In Schweden haben in den vergangenen Tagen Hunderte einheimische Schauspielerinnen in der Tageszeitung "Svenska Dagbladet" ihren Namen unter einen Text gesetzt, in dem Erfahrungen mit sexuellen Übergriffen an schwedischen Bühnen und im Filmgeschäft geschildert wurden. Die Opfer und Täter der konkreten Fälle blieben darin anonym.

Alicia Vikander (Getty Images/P. Le Segretain)

Alicia Vikander gehört zu den Unterzeichnerinnen

Unter den Unterzeichnerinnen ist die Oscar-Preisträgerin Alicia Vikander.

In mehreren Fällen hätten sich die betroffenen Frauen an die Regisseure oder Theaterdirektionen gewandt, ohne dass diese etwas unternommen hätten.

Schwedens Kulturministerin Alice Bah Kuhnke rief die Chefs der drei großen Stockholmer Bühnen zur Krisensitzung, Ministerpräsident Stefan Löfven nannte die Darstellungen dem Bericht zufolge "fürchterlich".

tla/ka (AFP, dpa, Süddeutsche Zeitung)

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