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Fit & gesund

Metallschaum - ein Material für neue Knochen

Der menschliche Körper ist ein Künstler in Sachen Selbstheilung. Doch beim Knochen kann er nur kleine Defekte aus eigener Kraft reparieren. Größere Stücke kann der Körper nicht von selbst ersetzen. Implantate gibt es für diesen Fall schon seit Jahren. Die Zukunft gehört aber vielleicht einem Schaum aus Metall.

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Wissenschaftler des Fraunhofer Instituts in Dresden (Ostdeutschland) erforschen einen offenzelligen Metallschaum, der sehr ähnliche Eigenschaften hat wie Knochen selbst. Auch die mechanischen Eigenschaften sind sehr ähnlich – etwa die Flexibilität. Das Eisen-Implantat soll defekte Knochen ersetzen. Die Idee ist, dass Knochenzellen die Struktur durchwachsen und resorbieren. Das Eisen wird dabei vollständig abgebaut. Das ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber heutigen Implantaten. Die bisherigen Implantate müssen in einer zweiten Operation wieder entfernt werden. Durch die Verwendung eines resorbierbaren Knochenersatzmaterials kann diese Folgeoperation vermieden werden.

Ein weiteres Plus des Implantats: Es wird individuell angepasst. Je nach Knochenstruktur der Umgebung kann das Eisengitter engmaschig oder luftiger hergestellt werden. Bis solche „Eisenknochen“ allerdings im Praxisalltag zur Verfügung stehen, werden noch einige Jahre vergehen.