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Aktuell Kultur

Met-Oper: Gehaltsverhandlungen vertagt

Seit Wochen schwelt ein Arbeitskampf um die finanziell angeschlagene Metropolitan Opera in New York. Jetzt wird ein unabhängiger Experte die Finanzen prüfen. Solange werden die Verhandlungen vertagt.

Im Frühjahr hatte die Leitung der Met angekündigt, die Gagen der Mitarbeiter um 16 Prozent zu senken, um das Haushaltsdefizit auszugleichen. Die Weltklasseoper leidet unter sinkenden Besucherzahlen und steigenden Kosten, und die Honorare machen etwa 80 Prozent der Ausgaben aus.

Mehr als ein Dutzend Gewerkschaften kämpfen seitdem um die Rechte der Sänger, Tänzer und Instrumentalisten am größten Opernhaus der USA. Nur mit drei Verbänden konnte bislang eine Einigung erzielt werden. Am Sonntag teilte die Oper nun mit, sie habe einen neutralen Finanzprüfer eingesetzt; die Verhandlungen werden somit für eine Woche unterbrochen. Zu einer drohenden Zwangspause gab die Met jedoch keine Stellungnahme.

Vor dem Hintergrund eines Haushaltsdefizits von 2,8 Millionen US-Dollar und der angekündigten Gehaltskürzung hatten die Gewerkschaften vielfach besonders kostenintensive Produktionselemente als "extreme Verschwendung" kritisiert - wie den Bau eines Mohnblumenfeldes für 169.000 US-Dollar. "Wir freuen uns auf eine faire und unabhängige Analyse der komplexen Probleme, über die wir nun seit Monaten streiten", äußerte sich zuversichtlich Tino Gagliardi, einer der wichtigsten Verhandlungsführer.

Unterdessen arbeiten die Künstler weiterhin zu den Bedingungen ihres am 31. Juli ausgelaufenen Vertrages - und proben für den Saisonstart am 22. September. Mozarts "Figaros Hochzeit", Puccinis "La Bohème" und Verdis "Macbeth" stehen dann auf dem Spielplan.

dgp / suc (dpa, ape)

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