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Fußball

Mesut Özil: Sauerkraut statt Döner

Bundestrainer Joachim Löw hat den Kader für das erste Länderspiel des Jahres gegen Norwegen bekannt gegeben. Mit dabei: Der Neuling Mesut Özil von Werder Bremen.

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In der U21 war er schon aktiv für Deutschland - nun soll der erste Einsatz bei den "Großen" folgen: Mesut Özil

Fussballspieler Mesut Özil

Für wen spiel´ ich nun? Türkei oder Deutschland...

Jetzt gibt endlich Gewissheit: Mesut Özil hat sich für Deutschland entschieden; Bundestrainer Joachim Löw nominierte den 20jährigen von Werder Bremen für das nächste Länderspiel am kommenden Mittwoch gegen Norwegen. Leicht verschnupft kam Mesut Özil am Donnerstag zum Training. Das lag allerdings nur an einer Erkältung. Ansonsten ging es dem 20jährigen nach seiner ersten Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft bestens. Schließlich herrscht jetzt endlich Klarheit darüber, für welches Land er zukünftig spielen wird. Wobei die Türkei laut seiner Aussage nie eine wirkliche Option war. Für ihn habe immer festgestanden, dass er für Deutschland spielen wolle. „Ich musste halt abwarten, da ich mich ja schlecht selbst einladen konnte“, so der Mittelfeldspieler.

Deutsch-türkisches Tauziehen beendet

Bundestrainer Joachim Löw

Bundestrainer Jogi Löw hat gut Lachen: Özil passt in sein "Syschdem"

Dass in den vergangenen Wochen und Monaten aber immer wieder munter spekuliert wurde und die Gerüchteküche brodelte, lag jedoch zum Teil an Özil selbst. Zumindest in der Öffentlichkeit ließ der Sohn türkischer Einwanderer ein klares Bekenntnis vermissen. Dabei hatte er für sich selbst die Entscheidung offenbar schon längst getroffen: „Ich habe von den Jugendmannschaften an für Deutschland gespielt und mich dort immer sehr wohl und glücklich gefühlt. Deswegen kamen die Spekulationen auch nicht von mir“. Die Fakten belegen das. Schon vor zwei Jahren hatte Özil die türkische Staatsbürgerschaft abgegeben und einen Ausbürgerungsantrag gestellt.

Kritik am Deutschen Fußball-Bund

Fussball Bundesliga Klaus Allofs Werder Bremen

Klaus Allofs, Bremens Manager, forderte eine Entscheidung

Die Situation beschäftigte aber nicht nur Mesut Özil selbst, auch Bremens Sportdirektor Klaus Allofs drängte auf eine rasche Entscheidung. Noch im Wintertrainingslager im türkischen Belek kritisierte er die zögerliche Haltung des DFB. Erst nachdem er bei Teammanager Oliver Bierhoff angerufen und ihn darauf hingewiesen habe, dass sich von Seiten der Türken sehr intensiv bemüht werde, sei Bewegung in die Sache gekommen. Wobei Allofs am Donnerstag ausschloss, dass sein Drängen letztlich den Ausschlag für die Nominierung gegeben hat. „Ich glaube, Einfluss hat allein die Entwicklung von Mesut gehabt. Es ist keinem verborgen geblieben, dass er sich zu einem sehr guten Bundesligaspieler entwickelt hat“, so der Bremer Sportdirektor.

Keine Angst vor der Türkei

Nachdem nun die Entscheidung zugunsten Deutschlands gefallen ist, glaubt Özil übrigens nicht, dass er sich zukünftig in der Türkei nicht mehr blicken lassen kann: „Ich denke, die große Enttäuschung wird es nicht geben, weil die Türkei eine sehr gute Mannschaft hat und der wünsche ich alles Gute“.

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