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Sport-News

Messi unter Verdacht

Die spanische Staatsanwaltschaft wirft dem viermaligen Weltfußballer Lionel Messi und seinem Vater Steuerbetrug in Millionenhöhe vor. Messi weist die Anschuldigung zurück.

Nach spanischen Medienberichten werden Lionel Messi und sein Vater Jorge Horacio Messi verdächtigt, in den Jahren 2007 bis 2009 insgesamt 4,1 Millionen Euro Steuern hinterzogen zu haben. Sie sollen vorgetäuscht haben, die Werberechte des argentinischen Weltstars an Scheinfirmen abgetreten zu haben, die ihren Sitz in lateinamerikanischen Steuerparadiesen wie in Belize und Uruguay hatten. Um die spanischen Steuerbehörden zu täuschen, hätten diese Firmen Geschäftsverträge mit anderen Scheinunternehmen in Großbritannien oder der Schweiz geschlossen. Die Initiative dafür, den spanischen Fiskus zu umgehen, sei von Messis Vater ausgegangen, heißt es. Laut den spanischen Medien hat die Sonderstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte ein Klagegesuch gegen den Profi des FC Barcelona und dessen Vater, der gleichzeitig Messis Manager ist, gestellt. 

Messi: "Steuerliche Pflichten erfüllt"

"Wir sind überrascht, weil wir uns nie etwas haben zu schulden kommen lassen", ließ Messi via Facebook verlauten. "Wir haben immer alle unsere steuerlichen Pflichten erfüllt, nach den Ratschlägen unserer Steuerberater, die sich jetzt auch um die Klärung des Sachverhaltes kümmern werden." Im Falle einer Verurteilung könnten Messi und seinem Vater Haftstrafen zwischen zwei und sechs Jahren drohen. Außerdem müssten sie den doppelten bis sechsfachen Betrag der angeblich hinterzogenen Summe an das Finanzamt zahlen.

Messi verdient beim FC Barcelona angeblich 15 Millionen Euro im Jahr. Dazu kommen Werbeeinnahmen in geschätzter Höhe von 19 Millionen Euro. Der Argentinier muss davon rund 50 Prozent Steuer abführen.

sn/asz (dpa, sid)