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WM-Qualifikation

Messi trifft und verkündet Presseboykott

Ein Tor, zwei Vorlagen und eine klare Ansage: Lionel Messi führt Argentinien zum Sieg und rügt die Medien. Für Jürgen Klinsmann und seine US-Boys wird es in der WM-Qualifikation langsam ungemütlich.

Argentinien San Juan - Argentiniens Lionel Messi spricht zur Presse (picture-alliance/AP Photo/N. Pisarenko)

Geschlossene Aktion: Lionel Messi und seine Mitspieler reden künftig nicht mehr mit der Presse

Weltfußballer Lionel Messi hat Argentinien mit einer Gala zu einem 3:0 (2:0) gegen Kolumbien geführt und damit die Talfahrt des Vizeweltmeisters in der südamerikanischen WM-Qualifikation vorerst gestoppt - aber anschließend auf der Pressekonferenz mit versammelter Mannschaft im Rücken einen Boykott der heimischen Medien verkündet. Das Team reagierte mit dieser drastischen Aktion auf eine spekulative Twitter-Meldung über einen angeblichen Haschkonsum von Teamkollege Ezequiel Lavezzi im Trainingslager. Der 31-Jährige, der zuvor aus dem zu großen Kader für die Partie gestrichen worden war, verkündet bereits, gegen einen Radioreporter wegen der infamen Behauptung rechtliche Schritte einzuleiten.

Messi höchstpersönlich leitete den Sieg gegen die Kolumbianer mit einem Zauberfreistoß in den Winkel zur argentinischen Führung (10.) ein. Die beiden anderen Treffer von Lucas Pratto (23.) und Angel di Maria (84.) legte der 29-Jährige auf. Argentinien hat nun 19 Punkte und kletterte dank des ersten Triumphs nach vier sieglosen Spielen auf Rang fünf der Tabelle, der den Umweg über die Play-offs nach Russland garantiert.

Unangefochtener Spitzenreiter bleibt Brasilien (27 Punkte) dank eines 2:0 (0:0) in Peru (14). Für Brasiliens sechsten Sieg in Folge zeichneten Gabriel Jesus (58.) und der Ex-Leverkusener Renato Augusto (79.) verantwortlich.

Hoffenheims Vargas trifft für Chile

Chile (20), das den Tabellenzweiten Uruguay (23) mit 3:1 (1:1) besiegte, liegt nun auf Rang vier. Der Copa-America-Champion muss aber bei der Fortsetzung der Eliminatorias im März zu Messi und Co. Und das ohne Bayern Münchens Mittelfeldmotor Arturo Vidal, der nach seiner Gelben Karte gegen die "Urus" gesperrt ist und angeschlagen nur 57 Minuten mitwirkte.

In Santiago de Chile glich der Hoffenheimer Eduardo Vargas (45.) kurz vor der Pause die Gästeführung durch Edinson Cavani (17.) aus, ehe Alexis Sanchez (60., 76.) im zweiten Durchgang für die Entscheidung zugunsten der ohne den gelbgesperrten Leverkusener Charles Aranguiz angetreteten "Roja" sorgte. Uruguays Stürmer Luis Suarez scheiterte mit einem Foulelfmeter (88.).

Der Tabellendritte Ecuador (20) erfüllte mit einem 3:0 (0:0) gegen Kellerkind Venezuela (5) seine Pflicht, während Paraguay (15) mit dem 0:1 (0:0) in Bolivien (7) nach dem 1:4 in der Vorwoche gegen Peru die zweite Pleite in Folge gegen ein tiefplatziertes Team kassierte.

Klinsmann droht der Rauswurf

Costa Rica San Jose - FIFA Weltmeisterschaft 2008 Qualifikationsspiel - Costa Rica gegen USA (picture-alliance/dpa/J. Arguedas)

Nach dem 0:4 bei Costa Rica steht das US-Team immer noch mit leeren Händen da

Nationaltrainer Jürgen Klinsmann hat mit den USA in der Qualifikation für die Fußball-WM 2018 in Russland einen schweren Rückschlag erlitten. Bei Gastgeber Costa Rica gingen die Amerikaner 0:4 (0:1) unter und stehen auch nach zwei Spielen ohne Punkt da. Am Freitag hatte das US-Team gegen Mexiko verloren (1:2). "Das ist die Niederlage, die mich in meinen fünf Jahren im Amt am meisten schmerzt", sagte der ehemalige deutsche Bundestrainer. Johan Venegas (43.), Christian Bolanos (69.) und Joel Campbell (74., 77.) trafen in San José für Costa Rica, das nach zwei Spielen mit der perfekten Ausbeute von sechs Punkten Tabellenerster ist. Die USA sind Sechster und Letzter. Drei Teams qualifizieren sich direkt für die Endrunde.

Der nicht unumstrittene Klinsmann gerät nach der neuerlichen Enttäuschung immer mehr unter Druck. "Das ist ein bitterer Moment für uns. Wir hätten nicht erwartet, mit zwei Niederlagen zu starten", sagte der Weltmeister von 1990. Am 24. März geht es mit dem Heimspiel gegen Honduras weiter. Mit John Brooks (Hertha BSC), Bobby Wood (Hamburger SV), Timothy Chandler (Eintracht Frankfurt) und Fabian Johnson (Borussia Mönchengladbach) spielten aufseiten der USA vier Bundesligaprofis durch. Christian Pulisic (Borussia Dortmund) wurde in der 69. Minute ausgewechselt.

asz/to (dpa, sid)

   

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