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Sport

Messi rettet Argentinien

Die Blamage liegt in der Luft. Iran hat den großen Favoriten Argentinien am Rand einer Niederlage - bis Superstar Lionel Messi zum Geniestreich ausholt. Ein schmeichelhafter Sieg, doch das Ticket fürs Achtelfinale.

Lionel Messi hat Argentinien im zweiten WM-Gruppenspiel vor einer Blamage bewahrt. Der Superstar erzielte in Belo Horizonte in der Nachspielzeit den 1:0-Siegtreffer gegen Außenseiter Iran und schoss sein Team damit vorzeitig ins Achtelfinale. Nach dem mühsamen

2:1-Auftakterfolg gegen Bosnien-Herzegowina

präsentierte sich der Mitfavorit jedoch erneut in enttäuschender Verfassung und hatte sogar Glück, dass die Iraner ihre guten Chancen nicht nutzten.

Maradona auf der Tribüne

Unter den 57.698 Zuschauern war auch Argentiniens lebende Fußball-Legende Diego Armando Maradona. Der 57-Jährige sah eine erste Halbzeit, in der seinen Landsleuten gegen sehr massiv verteidigende Iraner wenig einfiel. Zwar hatten die Südamerikaner deutlich mehr Ballbesitz, doch ihre guten Chancen konnte man an einer Hand abzählen. In der 22. Minute zog Maradonas Ex-Schwiegersohn Sergio Agüero aus zehn Metern ab, Irans Torwart Alireza Haghighi parierte glänzend. Zwei Minuten später köpfte Marcos Rojo nach einer Ecke aus kurzer Entfernung knapp neben das iranische Tor. Messi blieb in der ersten Hälfte blass, leistete sich viele Fehlpässe und fiel eigentlich nur als Schütze bei Freistößen auf. Einer davon landete auf dem Kopf von Ezequiel Garay, der den Ball jedoch aus zwei Metern über die Latte drückte (37.). Beinahe wären sogar kurz vor der Pause die Iraner in Führung gegangen. Seyed Jalal Husseini setzte nach einer Ecke einen Kopfball (42.) knapp über das Tor der Argentinier.

Elfmeter verweigert

Dejagah protestiert bei Schiedsrichter Mazic. Foto: Getty Images

Dejagah versteht die Welt nicht mehr

Die Iraner kamen selbstbewusst aus der Kabine. Reza Ghoochannejhad hatte die Führung auf dem Kopf (53.), scheiterte jedoch an Argentiniens Torwart Sergio Romero. Zwei Minuten später regte sich der frühere Bundesliga-Profi Ashkan Dejagah fürchterlich auf, nachdem ihn Pablo Zabaleta im argentinischen Strafraum zu Fall gebracht (55.) hatte. Doch der serbische Schiedsrichter Milorad Mazic verweigerte Iran den eigentlich fälligen Elfmeter. Auf der Gegenseite setzte Messi einen 17-Meter-Schuss (60.) knapp neben das iranische Tor. Doch die besseren Chancen hatte plötzlich der Außenseiter: Nach einer Flanke von Pejman Montazeri köpfte Dejagah aus zehn Metern aufs Tor (67.). Der hätte genau gepasst, doch Torwart Romero lenkte den Ball noch über die Latte. Messi ließ sein Genie kurz aufblitzen, als er einen Freistoß (74.) ans Außennetz setzte.

Haghighi kommt nicht an Messis Schuss heran. Foto: Reuters

Messis Schuss passt genau: Keine Chance für Haghighi

Entscheidung in der Nachspielzeit

Eine Viertelstunde vor Ende wechselte Alejandro Sabella mit Rodrigo Palacio (für Gonzalo Higuain) und Ezequiel Lavezzi (für Agüero) gleich zwei neue Stürmer ein. Die brachten auch einigen frischen Wind, doch wieder waren es die Iraner, die näher an einem Treffer waren. Nach einem Konter scheiterte Ghoochannejhad erneut an Torwart Romero (86.). Dann die zweite Minute der Nachspielzeit: Lionel Messi kam 18 Meter vor dem Tor an den Ball, nahm Maß und schlenzte ihn ins lange Eck, unhaltbar für Irans Torwart Haghighi. Weltklasse - nur in dieser Situation, aber genug, um Argentinien mit dem 1:0 (0:0)-Erfolg in die Runde der letzten 16 zu befördern. "Zum Glück ist Messi Argentinier", sagte Trainer Sabella nach dem Abpfiff. Die Iraner hätten mindestens ein Unentschieden verdient gehabt. "Zwei Leute haben den Unterschied gemacht", kommentierte Irans portugiesischer Nationaltrainer Carlos Queiroz die Partie. "Lionel Messi ist der eine. Die zweite Person war der Schiedsrichter."

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