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Fußball

Messi ist Europas Fußballer des Jahres

Der Argentinier setzte sich bei der Abstimmung von Sportjournalisten aus aller Welt vor dem Portugiesen Cristiano Ronaldo und dem Spanier Xavi durch. Deutsche Spieler standen nicht zur Wahl.

Der Argentinier Lionel Messi, im Trikot seines Clubs FC Barcelona, hebt die Arme zum Zeichen eines Torerfolgs. Foto: picture-alliance/dpa

Lionel Messi

Er misst nur 1,69 Meter und wird "der Floh" genannt, aber Lionel Messi ist ein ganz Großer des Fußballs. Der Argentinier setzte sich bei der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres mit dem bisher höchsten Vorsprung aller Zeiten durch. Messi erhielt 473 Punkte, mehr als doppelt so viele wie der Zweitplatzierte, Vorjahressieger Christiano Ronaldo aus Portugal (233). Auf dem dritten Platz landete Messis Vereinskollege beim FC Barcelona, der Spanier Xavi (170).

Messi bei einer Pressekonferenz. Foto: AP

Abseits des Fußballplatzes gilt Messi als ruhig und introvertiert

Vertrag auf der Serviette

Lionel Messis wurde 1987 in der argentinischen Stadt Rosario geboren und stammt aus einfachen Verhältnissen. Sein Vater Jorge verdiente sein Geld als Stahlarbeiter. Messi trat als Fünfjähriger in den Fußballverein ein, den sein Vater leitete. Er galt schon sehr früh als außergewöhnliches Talent. Einziges Manko: seine geringe Größe. Wegen Hormonmangels in den Knochen litt Messi unter Wachstumsstörungen. In Argentinien fand sich kein Verein, der die Behandlung bezahlen wollte. Deshalb beschloss Messis Vater, mit der Familie nach Spanien zu ziehen. Der damals 13-Jährige, nur 1,43 Meter große Lionel Messi spielte im Jahr 2000 beim FC Barcelona vor. "Ich habe ihn innerhalb von einer halben Minute verpflichtet", sagte der damalige Barça-Manager Carlos Rexach. Der erste Vertrag wurde auf einer Serviette aufgesetzt.

150 Millionen Euro Ablöse

Messi als 18-Jähriger bei einer Pressekonferenz 2005. Foto: AP

Messi als 18-Jähriger

Im Oktober 2004, mit 17 Jahren, gab Messi sein Debüt in der ersten spanischen Liga. In der folgenden Saison erhielt er beim FC Barcelona einen Stammplatz. Messis Vertrag wurde vorzeitig bis 2014 verlängert, die utopische Ablösesumme von 150 Millionen Euro festgeschrieben. Drei Mal wurde Messi mit Barça spanischer Meister. 2009 gewann der Club die Champions League, nicht zuletzt dank Messi, des erfolgreichsten Torschützen der Saison in der Eliteklasse. Auf Gerüchte über einen bevorstehenden Vereinswechsel reagierte der Argentinier häufig mit den Worten "Barcelona ist mein Zuhause". Messis Vertrag läuft inzwischen bis 2016.

Erstmals Goldener Ball für einen Argentinier

Messi im Zweikampf mit einem Gegenspieler des FC Basel. Foto: AP

Kaum zu halten

Auch aus der argentinischen Nationalmannschaft ist Messi nicht mehr wegzudenken. Größte Erfolge waren bisher Platz zwei bei der Südamerika-Meisterschaft 2007, als die Argentinier erst im Finale gegen Brasilien 0:3 verloren, und der Olympiasieg 2008 in Peking, als die Gauchos im Endspiel 1:0 gegen Nigeria gewannen. Messi ist übrigens der erste Argentinier, der mit dem "Ballon d'Or", dem Goldenen Ball für den besten Fußballer Europas, ausgezeichnet wird. Dem früheren Superstar Diego Armando Maradona blieb diese Ehrung während seiner Karriere verwehrt, obwohl er viele Jahre lang sein Geld in Europa verdiente.

Von Müller bis Sammer

Deutsche Spieler standen diesmal nicht zur Wahl, aber immerhin zwei aktuelle Bundesligaprofis und ein ehemaliger. Der Bosnier Edin Dzeko belegte den 13., der Brasilianer Diego, früher bei Werder Bremen, jetzt bei Juventus Turin, den 25. und der für Bayern München tätige Franck Ribery Platz 26. Als letzter Deutscher war 1996 Matthias Sammer Europas Fußballer des Jahres. Weitere deutsche Preisträger waren Gerd Müller (1970), Franz Beckenbauer (1972, 76), Karl Heinz Rummenigge (1980, 81), und Lothar Matthäus (1990).

Autor: Stefan Nestler
Redaktion: Wolfgang van Kann