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Fußball

Messi bleibt der beste Fußballer der Welt

Der Fußball-Floh hat seinen Titel verteidigt: Lionel Messi ist erneut zum Fußballer des Jahres gewählt worden. Beste Fußballerin wurde ebenfalls erneut Marta. Silvia Neid sicherte sich den Titel bei den Trainerinnen.

Lionel Messi hält die Trophäe zum besten Fußballer der Welt (Foto:AP/dapd/Frank Augstein)

Messi ist der Beste

Im eleganten schwarzen Smoking und mit einer Fliege um den Hals strahlte der überraschte Messi bei der Preisverleihung über das ganze Gesicht. "Für mich war 2010 ein kompliziertes Jahr. Mit Barcelona lief es sehr gut, bei der WM weniger gut", sagte der begnadete argentinische Techniker und bedankte sich danach bei "seinen Liebsten". Trotz der enttäuschenden WM mit Argentinien, bei der Messi torlos blieb, wählten ihn die Journalisten, Nationaltrainer und -Kapitäne zum besten Fußballer der Welt.

Beim spanischen Meister FC Barcelona hatte der 23-jährige Stürmer auch im vergangenen Jahr wieder einmal seine Fußballkunst unter Beweis gestellt und seinen Klub mit 34 Treffern fast im Alleingang zum Titel geführt. Er setzte sich überraschend gegen seine Weltmeister-Kollegen Andres Iniesta und Xavi von Barça durch. Zum ersten Mal hatten drei Spieler desselben Vereins zur Wahl gestanden. Eigentlich hatte Iniesta, der das entscheidende Tor für Spanien im Finale der Weltmeisterschaft erzielt hatte, als Favorit gegolten. Den Preis übergab Barça-Trainer Pep Guardiola. Messi ist nach Ronaldinho und Ronaldo der dritte Spieler, der seinen Titel verteidigen kann.

Silvia Neid erste Welttrainerin des Jahres

Portraitfoto von Bundestrainerin Silvia Neid (Foto:Frank Augstein/AP/dapd)

Große Ehre im WM-Jahr für Silvia Neid

Von Vicente del Bosque, dem Weltmeistertrainer Spaniens, bekam Silvia Neid ihre Ehrung ausgesprochen. Zum ersten Mal vergab die FIFA den Titel an die beste Trainerin der Welt. Die deutsche Bundestrainerin der Fußballfrauen setzte sich gegen ihre Kollegin Maren Meinert, die die deutschen U20-Juniorinnen zum WM-Titel geführt hatte und gegen die Trainerin der US-amerikanischen Frauen-Auswahl, Pia Sundhage aus Schweden, durch.

Neid wiederum verlieh den Preis an den besten Trainer der Welt: An José Mourinho, aktuell Trainer bei Real Madrid. Mourinho hatte Inter Mailand im vergangenen Jahr zum Triple geführt und war danach nach Spanien gewechselt. Mourinho konnte seine Rührung kaum verbergen, vor allem, als ihn sein ehemaliger Spieler Wesley Sneijder, der in die beste Mannschaft der Welt gewählt worden war, schon vor der Bekanntgabe als "besten Trainer der Welt" bezeichnet hatte.

Marta bricht Rekord

Marta hält die Trophäe zur besten Fußballerin der Welt (Foto:Frank Augstein/AP/dapd)

Kann ihr Glück kaum fassen: Marta

Ihre Tränen gar nicht mehr zurückhalten konnte die Brasilianerin Marta, die zum fünften Mal in Folge zur besten Fußballerin der Welt augezeichnet wurde und vor Freude außer sich war. Sie ließ damit die beiden deutschen Nationalspielerinnen Fatmire Bajramaj und Birgit Prinz hinter sich. Somit sind bisher nur drei Frauen mit diesem Titel ausgezeichnet worden: Die US-Amerikanerin Mia Ham, drei Mal Birgit Prinz und nun zum fünften Mal Marta.

Ein Bayernspieler schaffte es dann auch noch auf das Podium: Obwohl zunächst fünf seiner Kollegen für die Wahl zum Weltfußballer nominiert worden waren, es aber nicht unter die besten drei geschafft hatten, machte am Ende Hamit Altintop für das Tor des Jahres das Rennen. Er erzielte für die Türkei ein Traumtor gegen Kasachstan, dessen Torwart als fairer Verlierer den Preis überreichte. Über eine Millionen Menschen hatten auf der Internetseite der FIFA für das Tor abgestimmt.

Fairplay-Preis an haitianische Spielführerin

Die FIFA vergab noch weitere Auszeichnungen. So ging der Fair-Play-Preis an Hayana Jean-Francois, die Spielführerin der U17-Frauenmannschaft Haitis. Sie bedankte sich in einer ergreifenden Rede und wies auf das Schicksal ihres Landes nach dem furchtbaren Erdbeben zu Beginn des vergangenen Jahres hin. "Dieser Preis zeigt auch, dass Haiti nicht allein dasteht in der Welt", sagte sie.

Weltauswahl Elf des Jahres 2010 hinten v.l. Cristiano Ronaldo (POR), Maicon BRA), Lucio BRA), Gerard Pique (ESP), Iker Casillas (ESP),vorne v.l. David Villa (ESP), Lionel Messi (ARG), Wesley Sneijder (NED), Xavi Hernandez (ESP), Andres Iniesta (ESP), Carles Puyol (ESP) (Foto: Pressefoto ULMER/Matthias Hangst)

Das "Who is Who" des Weltfußballs

Der Präsidentenpreis für besondere Verdienste um den Fußball ging an Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu. In die Mannschaft des Jahres schafften es sechs Spanier, aber kein Deutscher.

Autorin: Olivia Fritz
Redaktion: Herbert Peckmann

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