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Terror in Frankreich

Messerattacke in Marseille: Täter war polizeibekannt

Der Angreifer war nur wenige Tage vor dem Attentat in Gewahrsam. Er soll mindestens sieben verschiedene Namen verwendet haben. Fahnder ermitteln noch seine wahre Identität.

Der Messerangreifer von Marseille war nach Angaben der französischen Staatsanwaltschaft am Freitag in Lyon unter dem Verdacht festgenommen worden, in einen Raubüberfall verwickelt gewesen zu sein. Am Samstag - einen Tag vor dem Messerangriff - sei der Täter aus Mangel an Beweisen freigelassen worden, sagte Anti-Terror-Staatsanwalt Francois Molins in Paris. Der Mann habe sich selbst als geschiedener Obdachloser mit Drogenproblemen beschrieben.

Opfer waren Cousinen aus Lyon

Der Angreifer hatte am Sonntag am Hauptbahnhof von Marseille zwei 20-jährige Frauen getötet, bevor er von Soldaten erschossen wurde. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen erstach er die eine Frau und schnitt der anderen die Kehle durch. Die beiden Frauen waren Cousinen und stammten aus Lyon. Die radikalislamische IS-Miliz reklamierte die Tat für sich. Von Seiten der Ermittler hieß es jedoch, bisher weise nichts auf eine Verbindung des Täters zum IS hin. Laut Molins sagten mehrere Zeugen aus, dass der Angreifer "Allahu Akbar" (Gott ist groß) gerufen habe.

Täter benutzte mindestens sieben verschiedene Identitäten

Der Angreifer war im Besitz eines tunesischen Ausweises, den er auch bei der Festnahme am Freitag vorgelegt hatte. Nach dem tunesischen Ausweis hieß der Angreifer Ahmed H. und war 29 Jahre alt. Wie Molins in Paris mitteilte, wird die Echtheit des Dokuments noch geprüft. Der Mann habe seit 2005 mindestens sieben verschiedene Identitäten benutzt, sagte Molins. Den Anti-Terror-Ermittlern war er laut Molins unbekannt, der Polizei war er aber wegen verschiedener kleinkrimineller Delikte aufgefallen.

myk/uh (rtrd, afp, dpa)