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Wirtschaft

Messen auf der Suche nach neuem Konzept

Das deutsche Messewesen muss sich nach Ansicht des Nürnberger Messechefs Bernd A. Diederichs angesichts rückläufiger Aussteller- und Besucherzahlen neu orientieren. Wachstumspotenzial liege vor allem bei spezialisierten Messen mit klar umrissenen Konzepten und Zielgruppen, sagte Diederichs in einem dpa-Gespräch.

Aussteller und Besucher prüften die Effizienz einer Messeveranstaltung viel kritischer als früher. Es sei auch festzustellen, dass manche so genannte Weltleitmessen in Deutschland den tatsächlichen Weltmarkt nicht mehr abbildeten, da insbesondere amerikanische und asiatische Firmen fern blieben. Die Messeveranstalter müssten sich mehr auf den Mittelstand konzentrieren. Dieser profitiere stärker als Großunternehmen von den Messen, da er keine weltweiten Repräsentanzen habe, andererseits aber wegen der Inlandsschwäche mehr denn je auf ausländische Kunden angewiesen sei, sagte Diederichs.

Nach Angaben des Ausstellungs- und Messe-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (AUMA) ist die Zahl der Aussteller auf den internationalen Messen in Deutschland im ersten Halbjahr 2002 um 2,1 Prozent gesunken. Die Zahl der deutschen Aussteller sank sogar um 5,5 Prozent. Nur dank höherer Auslandsbeteiligungen habe sich das Minus in Grenzen gehalten. Die Zahl der Besucher ging um 4,9 Prozent zurück. Im turnusgemäß schwachen Messejahr 2001 waren auf 133 überregionalen Messen 168.000 Aussteller und 10,7 Millionen Besucher registriert worden.

  • Datum 20.10.2002
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2lEM
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