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Kultur

Mesopotamien-Schau als Reaktion auf IS-Zerstörungen

Frankreich will aus Solidarität mit dem Irak eine große Ausstellung präsentieren. Die soll 2016 gezeigt werden. Damit gibt das Land eine eindeutige Antwort auf die Zerstörungen der antiken Kultstätten und Museen im Irak.

Der Louvre werde die Werkschau organisieren, sagte der französische Präsident François Hollande am Mittwoch (18.03.2015) nach dem Besuch des Pariser Museums. Dies solle in enger Zusammenarbeit mit dem irakischen Nationalmuseum in Bagdad geschehen, so der Präsident. Hollande hatte am Mittwoch zusammen mit der Unesco-Generalsekretärin Irina Bokova die Abteilung für orientalische Antiquitäten besucht, um seine Solidarität zu zeigen.

Experten in den Irak entsenden

Die Ausstellung soll nicht in Paris, sondern in der Louvre-Filiale im nordfranzösischen Lens präsentiert werden. Zudem sollen Experten nach Bagdad geschickt werden, um den Zustand der Artefakte und mögliche Mittel zu deren Erhaltung zu prüfen.

Zerstörung und Raubgrabungen

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte in den vergangenen Wochen unter anderem Verwüstungen im Museum der Stadt Mossul sowie in den antiken Stätten Nimrud und Hatra angerichtet. Zuvor waren Kulturgüter in Syrien zerstört worden. Experten werfen dem IS zudem Raubgrabung und Plünderung vor. Mit dem illegalen Handel von Kulturgütern finanziere sich der IS.

kk/sh (AFP)