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Sport

Mertesacker: "Ich möchte Olympia aufsaugen"

Fußball-Nationalspieler Per Mertesacker lebt seit einem Jahr in London. Im Gespräch mit der Deutschen Welle berichtet er über Faszination Olympia und seinen neuen Teamkameraden beim FC Arsenal, Lukas Podolski.

Per Mertesacker im Trikot des FC Arsenal. Foto: dpa-pa

Per Mertesacker im Trikot des FC Arsenal

DW: Herr Mertesacker, wie erleben Sie als Wahl-Londoner die Olympischen Spiele?

Per Mertesacker: Die Stadt ist so international, so begeistert und so begeisterungsfähig. Da fällt es einem nicht schwer, sich wohl zu fühlen und zurechtzufinden – auch als Fan. Ich bin natürlich schon beeindruckt. Ich finde, London ist eine Super-Kulisse für Olympia. Es ist nicht einfach, wenn man in der Vorbereitung und im Trainingsprozess ist. Olympia darf da natürlich nicht zu kurz kommen. Auch, weil wir nächste Woche zur Vorbereitung nach Deutschland reisen werden. Da möchte man vorher noch so viel wie möglich von Olympia mitbekommen.

Sie haben eine Karte für ein Beachvolleyballspiel ergattert. Wie ist das, als Leistungssportler bei einem Sportevent zuzugucken?

Wenn man selber aus verschiedenen Gründen nicht bei Olympia dabei sein kann, dann möchte man einfach wenigstens als Zuschauer den olympischen Gedanken mittragen und ein bisschen mitfeiern.

Wie ist der Kontakt zwischen Fußballern und Olympioniken? Kennt man sich?

Sportler, die sehr erfolgreich sind und gefeiert werden, die kennt man dann auch nur aus dem Fernsehen. Das ist auch mal ein gutes Gefühl, dass es nicht nur bei einem selber so ist.

Werden Sie hier in London eigentlich erkannt oder können Sie unbehelligt Bus und Bahn fahren?

Ich kann mich auch einfach in die U-Bahn setzen, werde nicht erkannt und komme sehr gut zurecht. Wenn man in diesen Wochen in der U-Bahn sitzt, sieht man so viele Nationen, alles Multikulti. Das alles versuche ich aufzusaugen.

Wichtige Tipps für Poldi

Sie haben einen neuen Mitspieler, den Sie aus der Bundesliga und der Nationalmannschaft kennen: Lukas Podolski ist neu beim FC Arsenal. Was braucht er zum Einstand?

Er braucht gute Teamkollegen, die ihm das Leben so einfach wie möglich machen. Da ist er bei mir an der richtigen Adresse, weil wir uns ja schon länger kennen. Jetzt sind wir noch näher, noch engere Teamkollegen als vorher schon. Es ist für ihn wichtig, am Anfang einen Ansprechpartner zu haben.

Welche Tipps geben Sie ihm denn?

Zum Beispiel, auf was man achten muss, wenn man sich Wohnungen oder Häuser anguckt. Da gibt es so ein paar Spitzfindigkeiten, die man nicht so gewohnt ist aus Deutschland. Zum Beispiel sind hier doppelt verglaste Fenster alles andere als selbstverständlich.

Wird das für Lukas Podolski nach dem Trubel in Köln hier in London eine Wohltat, weil er nicht so im Fokus steht?

Ich glaube, das wird für ihn eine gute Sache. Auf dem Trainingsgelände sind keine Zuschauer, keine Presse, so dass er ganz entspannt nach dem Training nach Hause fahren kann. Das ist für ihn eine gute Erfahrung. Weg aus Deutschland, neue Erfahrungen sammeln – sowohl sportlich als auch menschlich. Mich hat das total weitergebracht. Ich bin so glücklich, dass ich hier bin. Ich denke, das gilt für ihn auch.

Ist das generell so bei deutschen Spielern im Ausland oder haben Sie hier in London eine Sonderstellung?

Aus Madrid habe ich gehört, dass sie doch schon extrem erkannt werden. Aber hier sind die Royals im Blickpunkt, hier gibt es andere Prominente und Schauspieler, da ist der Fokus zum Glück nicht so auf Fußballer gerichtet.