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Politik & Gesellschaft

Merkel will mehr Zusammenarbeit mit China

Kurz vor ihrer Reise in die Volksrepublik wirbt Bundeskanzlerin Angela Merkel um chinesische Investitionen in der Europäischen Union. Die CDU-Politikerin erhofft sich mehr als nur den Kauf von Euro-Anleihen.

Mit der am Mittwoch beginnenden Reise wolle sie die bereits sehr breite Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern noch ausbauen, betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem wöchentlichen Video-Podcast. Dabei geht es der CDU-Parteichefin nicht nur um weitere Aktivitäten deutscher Firmen in China.

Engagement auf dem Arbeitsmarkt

"Genauso sind wir offen dafür, dass chinesische Unternehmen in der gesamten Europäischen Union und auch in Deutschland ihre Investitionen platzieren", betonte die sie. Hintergrund ist die Hoffnung, dass sich China nicht nur beim Kauf von Euro-Anleihen engagiert, sondern auch mit Investitionen in angeschlagene Unternehmen.

Zuletzt hatte es eine Serie von Firmenübernahmen durch chinesische Investoren etwa in Portugal und Italien gegeben.

Während ihrer dreitägigen Reise wird Merkel die Hauptstadt Peking und die südchinesische Stadt Kanton besuchen. Geplant sind Gespräche mit Ministerpräsident Wen Jiabao, Staatspräsident Hu Jintao und dem Vorsitzenden des Nationalen Volkskongresses, Wu Bangguo.

Differenzen zur Sprache bringen

Merkel räumte ein, dass es bei Menschenrechtsfragen und den Sanktionen gegenüber dem Iran sehr wohl Meinungsunterschiede zwischen Deutschland und China gebe. Trotzdem wolle sie diese zur Sprache bringen.

Es ist Merkels fünfter Besuch in der Volksrepublik seit ihrer Amtsübernahme 2005. Im vergangenen Jahr fanden in Berlin erstmals deutsch-chinesische Regierungskonsultationen statt. Beide Länder feiern 2012 das 40-jährige Jubiläum ihrer diplomatischen Beziehungen.

Nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, der Interessenvertretung deutscher Unternehmen gegenüber der Regierung, wird China in diesem Jahr die USA als zweitgrößter deutscher Exportmarkt ablösen.

Autorin: Eleonore Uhlich
Redaktion Siegfried Scheithauer