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Asien

Merkel will Indien zu engem Partner in Asien machen

Ein Technologiezentrum und Kooperationsverträge: Angela Merkel hat auf ihrer Indienreise mehr Zusammenarbeit in Wissenschaft und Wirtschaft angekündigt. Die mitreisenden Konzernlenker freuen sich auf gute Abschlüsse.

Manmohan Singh begrüßt Angela Merkel(Quelle: AP)

Premierminister Manmohan Singh begrüßt Angela Merkel

Deutschland und Indien wollen ihre wissenschaftliche Zusammenarbeit weiter ausbauen. Merkel sagte, sie erhoffe sich von dem viertägigen Besuch eine Weiterentwicklung der strategischen Partnerschaft mit Indien in den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft und politische Zusammenarbeit. "Indien ist unser Partner in der wissenschaftlichen Entwicklung", sagte sie am Dienstag (30.10.2007) zu Beginn ihres viertägigen Indien-Besuchs in Neu Delhi.

Angela Merkel auf dem Weg zum Premier (Quelle: AP)

Angela Merkel auf dem Weg zum Premier

Gemeinsam mit dem indischen Ministerpräsidenten Manmohan Singh schickte sie am Vormittag den so genannten "Science Express", einen Wissenschaftszug mit 13 Waggons, auf den Weg. Er soll bis Mitte 2008 in 56 indischen Städten Station machen und über die wissenschaftliche Zusammenarbeit der beiden Länder informieren. "Wir wollen mit diesem Zug junge Menschen begeistern für wissenschaftliche Themen", sagte Merkel.

Werbung für Investitionen in Deutschland

Auf dem deutsch-indischen Wirtschaftsforum bei ihrem ersten Besuch in Neu Delhi warb Merkel für Investitionen in Deutschland. "Fühlen Sie sich in Deutschland willkommen!", sagte sie am Dienstag vor indischen Unternehmern. Die Kanzlerin forderte Indien gleichzeitig dazu auf, Handelshemmnisse für deutsche Investitionen in dem Subkontinent abzubauen. Geplant war die Unterzeichnung von sieben Verträgen, darunter ein Geheimschutzabkommen der beiden Verteidigungsministerien, eine engere Zusammenarbeit zwischen der indischen und der Deutschen Post, sowie ein Vertrag über das indisch-deutsche Wissenschafts- und Technologiezentrum in Neu Delhi. Mit jeweils zwei Millionen Euro von beiden Seiten sollen in den ersten fünf Jahren bilaterale Technologieprojekte gefördert werden.

Angala Merkel beim feierlichen Empfang in Neu Dehli (Quelle: AP)

Stramm stehen für die Kanzlerin - feierlicher Empfang in Neu Dehli

Merkel war am Montagabend in Neu Delhi eingetroffen. Am Dienstagmorgen wurde sie vor dem Präsidentenpalast von Singh mit militärischen Ehren empfangen. Anschließend legte sie einen Kranz an der Einäscherungsstätte des 1948 ermordeten indischen Freiheitskämpfers Mahatma Gandhi nieder. In das Gästebuch der Gedenkstätte schrieb sie: "Mit tief empfundener Hochachtung für einen mutigen Staatsmann, einen großen Sohn der indischen Nation und das Vorbild für den gewaltfreien Widerstand."

"Eine große Staatsfrau"

Der indische Ministerpräsident Manmohan Singh würdigte Merkel als "große Staatsfrau" und sprach ihr eine führende Rolle in der Weltpolitik zu. Am Mittwoch wird Merkel in die Wirtschaftsmetropole Bombay weiterreisen. Für Merkel ist der Indien-Besuch die dritte Asien-Reise nach einem kurzen China-Trip im vergangenen Jahr und einem längeren Besuch in China und Japan im August. Begleitet wird sie von einer 30-köpfigen Wirtschaftsdelegation, der zahlreiche Top-Manager wie Siemens-Chef Peter Löscher, der BASF-Vorstandsvorsitzende Jürgen Hambrecht und Bahn-Chef Hartmut Mehdorn angehören.

Neben der wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Kooperation soll es bei der Reise unter anderem um den Klimaschutz, eine engere Kooperation der G-8 mit den wichtigsten Schwellenländern, die Reform der Vereinten Nationen, die Welthandelsrunde und die Situation in Pakistan gehen. (mg)

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