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Fußball

Merkel und Xi auf der Fußballtribüne

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Chinas Präsident Xi Jinping besuchen ein Fußballcamp von Jugendlichen in Berlin. Deutschland und China wollen ihre Zusammenarbeit im Fußball vertiefen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Chinas Staatspräsident Xi Jinping haben sich in Berlin über den Stand gemeinsamer Fußball-Projekte informiert. Die Spitzenpolitiker besuchten ein Fußballspiel zwischen Jugendteams beider Länder im Amateurstadion des Bundesligisten Hertha BSC und ließen sich von DFB-Präsident Reinhard Grindel und DFL-Geschäftsführer Christian Seifert auf den Stand der Dinge bringen. Auch Bundestrainer Joachim Löw und Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff nahmen an der Veranstaltung teil.

Grindel erwartet positive Effekte

"Das Interesse von Angela Merkel und Xi Jinping zeigt uns einmal mehr, dass beide Regierungen mit großer Überzeugung hinter unserer Kooperation stehen", sagte DFB-Chef Grindel. "Eine Zusammenarbeit kann nicht nur zur Entwicklung des chinesischen Fußballs beitragen, sondern auch positive Effekte für den gesamten deutschen Fußball mit sich bringen." Xi Jinping war im Vorfeld des G20-Gipfels zu Gast in Berlin. Das Jugendspiel gehörte zu einer Vereinbarung, die beide Länder im vergangenen November geschlossen hatten. DFB, die Deutsche Fußball Liga (DFL) sowie Vertreter der deutschen und der chinesischen Regierung hatten auf weitreichende Kooperationen für zunächst fünf Jahre geeinigt. Dabei geht es unter anderem um die Trainer- und Schiedsrichterausbildung sowie die Nachwuchsförderung.

Auch kritische Stimmen

Chinas Präsident Xi will den Fußball seines Landes zu internationaler Klasse führen und hat das Projekt zur Chefsache erklärt. Bei 1,3 Milliarden Menschen gibt es derzeit nur rund 10 000 aktive Spieler. "In China wird vor allem in Schulen und Universitäten Fußball gespielt", sagte DFB-Präsident Grindel. Zuletzt hatte der Plan, die chinesische U20-Nationalmannschaft für die kommende Saison in der in der Fußball-Regionalliga Südwest zu integrieren, auch für kritische Stimmen gesorgt. "Wirbel gab es vor allem deshalb, weil einige gar nicht verstanden haben, worum es geht", meint Grindel. Es gehe um lukrative Testspiel-Möglichkeiten für alle Beteiligten und sicher auch um einen finanziellen Anreiz für die Regionalligisten. Einige Vereine hatten das Vorhaben als rein kommerzielles Projekt verurteilt. Waldhof Mannheim kündigte an, Spiele gegen den Nachwuchs der Asiaten zu boykottieren.

sn (sid, dpa, DFB, DFL)

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