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Aktuelles

Merkel und Sarkozy sprechen über Euro-Krise

Mitten im französischen Wahlkampf ist Kanzlerin Merkel zu Beratungen nach Paris gekommen. Bei Gesprächen mit Präsident Sarkozy und französischen Regierungsvertretern stehen Gemeinschaftsprojekte im Vordergrund.

Frankreichs Praesident Nicolas Sarkozy und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Bruessel (Foto vom 09.12.11). Die geplante Wahlkampfhilfe von Bundeskanzlerin Merkel fuer Sarkozy sorgt fuer Unmut. Der Kampagnenleiter von Sarkozys sozialdemokratischem Herausforderer François Hollande riet der CDU-Chefin am Wochenende (04./05.02.12) zu Zurueckhaltung und warnte vor einer Belastung kuenftiger Arbeitsbeziehungen. (zu dapd-Text) Foto: Geert Vanden Wijngaert/AP/dapd

Sarkozy und Merkel Regierungskonsultationen in Paris

Ihre wichtigsten acht Minister hat Bundeskanzlerin Angela Merkel gleich mitgebracht zu diesem 14. deutsch-französischen Ministerrat in Paris.

Neben der Euro-Krise und der Lage in Syrien soll auch über eine Reihe bilateraler Themen gesprochen werden. Geplant ist, die Besteuerung von Unternehmen in beiden Ländern voranzutreiben. Unter anderem wollen die Regierungen ein sogenanntes "Grünbuch" mit konkreten Vorschlägen für eine Angleichung der Firmenbesteuerung präsentieren. Bis 2013 soll es eine gemeinsame Körperschaftsteuer geben. Außerdem soll die Forschungskooperation ausgebaut werden.

Für Wirbel sorgt derweil ein gemeinsames Fernsehinterview der Kanzlerin mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, das am Abend in beiden Ländern ausgestrahlt werden soll.

Merkel hatte angekündigt, dass sie den Präsidenten mit mehreren Auftritten im Wahlkampf unterstützen werde. In Paris gilt das als nicht fair, und auch in Berlin war der Schritt auf Vorbehalte gestoßen.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle mahnte die Kanzlerin zur Zurückhaltung. Die Bundesregierung sei keine Partei, sagte der FDP-Politiker. Ein Sprecher Merkels entgegnete in Berlin, es handele sich um ein persönliches Engagement Merkels als Chefin der CDU.

Sarkozy hat seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl Ende April und Anfang Mai noch nicht offiziell erklärt. In Umfragen liegt er seit Monaten hinter seinem sozialistischen Herausforderer François Hollande. Eine Anfrage Hollandes für einen Besuch bei Merkel im Kanzleramt soll derzeit auf Eis liegen.

Im Kanzleramt werde nach einem Grund gesucht, mit dem das Begehren Hollandes abgelehnt werden kann, ohne allzu viel außenpolitisches Porzellan zu zerschlagen, berichtet das Hamburger Magazin "der Spiegel".

uh/SC (dpa,dapd,afp)