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Antrittsbesuch

Merkel und Macron: Ein Fahrplan für Europa

Der französische Präsident Macron macht seinen ersten Antrittsbesuch in Deutschland. Mit militärischen Ehren wurde er von Bundeskanzlerin Merkel empfangen. Und schon vor dem Abendessen gab es Erklärungen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt auf sehr enge Zusammenarbeit mit Frankreich. Derzeit befinde sich Europa in einem "kritischen Moment", so die Kanzlerin in der Pressekonferenz nach einem ersten kurzen Gespräch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Europa werde nur vorankommen, wenn Frankreich stark sei. Deutschland und Frankreich wollen nach ihren Worten einen "Fahrplan" entwickeln, um die EU-Integration weiter zu entwickeln und die Euro-Zone krisenfester zu machen.

Auch Macron bekräftigte diese Pläne und fügte hinzu, er wünsche sich ein weniger bürokratisches Europa. Für sein Land kündigte er tiefgreifende Reformen an. Außerdem werde er den  Abbau von Arbeitslosigkeit vorantreiben. Dies tue er nicht, weil Europa das fordere, sondern weil Frankreich dies brauche, so Macron.

Auch auf Kabinettsebene will Merkel die deutsch-französische Zusammenarbeit fortsetzen. Der Ministerrat solle schnell nach der französischen Parlamentswahl zusammenkommen, um bilaterale Projekte anzustoßen. Dies könnte den deutsch-französischen Beziehungen einen "neuen Push geben", sagte die Kanzlerin.

Militärische Ehren

Den Gepflogenheiten entsprechend hat die Bundeskanzlerin den neuen französischen Präsidenten mit militärischen Ehren vor dem Kanzleramt empfangen. Emmanuel Macron ist nach Jaques Chirac, Nicolas Sarkozy und François Hollande bereits der vierte französische Präsident, mit dem Merkel es in ihrer Amtszeit zu tun hat.

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Merkel: "Ich will keine Besserwisserin sein"

"Freundschaftlich, partnerschaftlich und in großem Respekt"

Bereits vor dem Besuch Macrons erklärte Merkel, sie wolle gegenüber dem neuen französischen Präsidenten keinesfalls als "Besserwisser" auftreten. Sie begegne Macron "offen und voller Sympathie". Macron habe "sehr gute Vorstellungen darüber, was Frankreich zu tun und zu lassen hat", so Merkel weiter. Der Präsident werde die französischen, sie die deutschen Interessen vertreten. "Da bin ich ganz sicher, dass es viele Überlappungen geben wird."

fab/uh (afp, dpa, APE)

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