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Politik & Gesellschaft

Merkel und Elbegdorj sprechen über Demokratie und Rohstoffe

Deutschland will die Rohstoffpartnerschaft mit der Mongolei ausbauen. Das vereinbarten Kanzlerin Merkel und der Präsident Elbegdorj in Berlin. Danach überschütteten sich beide mit Komplimenten.

Die Mongolei hat viele Rohstoffe, Deutschland braucht sie. Das verbindet beide Länder. Aber nicht nur das, wie der Präsident der Mongolei, Tsakhia Elbegdorj, nach einem Treffen mit Angela Merkel im Berliner Kanzleramt hervorhob. Deutschland sei "der größte Investor in Sachen Demokratie" in der Mongolei, lobte Elbegdorj und hob dabei vor allem die Arbeit deutscher Stiftungen in seinem Land seit dem Ende der kommunistischen Herrschaft 1990 hervor. Die Mongolei und Deutschland verbänden "gemeinsame Werte, für die wir auch gemeinsam kämpfen."

Elbegdorj spielte damit auch auf den gemeinsamen Einsatz in Afghanistan an, wo 160 mongolische Soldaten das deutsche Camp in Faisabad bewachen. Bundeskanzlerin Merkel lobte die "extrem gute, freundschaftliche Zusammenarbeit mit den mongolischen Soldaten". Und sie pries die kürzliche Abschaffung der Todesstrafe in der Türkei als "ganz wichtigen Schritt auf dem Weg zur Demokratisierung".

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Engere Beziehungen zur Mongolei geplant

Rohstoffpartnerschaft wird mit Leben erfüllt

Im Oktober vergangenen Jahres hatte Bundeskanzlerin Merkel die Mongolei besucht und dabei eine Rohstoffpartnerschaft mit dem Land vereinbart. Unmittelbar vor dem Eintreffen von Präsident Elbegdorj hatten die Regierungen beider Länder in Bonn Verhandlungen abgeschlossen, in denen diese Partnerschaft konkretisiert wurde. Deutschland will demnach mit seinem Knowhow die Mongolei dabei unterstützen, seinen Rohstoffreichtum zur Wertschöpfung im Land zu nutzen. Ziel ist laut Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel, "die Teilhabe der mongolischen Bevölkerung an der dynamischen Wirtschaftsentwicklung zu stärken und dabei die biologische Vielfalt sowie das fragile Ökosystem der Mongolei langfristig zu erhalten". Die Mongolei verfügt unter anderem über große Vorkommen sogenannter seltener Erden, die für die Hochtechnologie wichtig sind und für deren Gewinnung bisher China fast ein Monopol hat.

Mit Kanzlerin Merkel sprach Elbegdorj außerdem über die Zusammenarbeit bei der Nutzung von Sonnen- und Windenergie und über den Ausbau des Eisenbahnnetzes. Im weiteren Verlauf seines Staatsbesuches will Elbegdorj in Duisburg den Thyssen-Krupp-Konzern besuchen, mit dem ein Großprojekt zur Kohleverflüssigung angestrebt wird. Schon vereinbart ist der Bau von Kohlekraftwerken in der Mongolei durch den Siemens-Konzern.

Gauck und Elbgedorj schreiten die Ehrenformation der Bundesswehr ab

Bundespräsident Gauck empfängt Präsident Elbegdordj mit militärischen Ehren

Erster Staatsbesuch bei Bundespräsident Gauck

Vor seinem Gespräch im Kanzleramt war Elbegdorj am Morgen von Bundespräsident Joachim Gauck empfangen worden. Dabei hob Gauck die enge Verbundenheit beider Völker durch vielfältige menschliche Kontakte hervor. Zur Zeit der kommunistischen Herrschaft waren viele Mongolen zur Ausbildung in der DDR. Elbegdorj war der erste Staatsgast des neugewählten deutschen Staatsoberhaupts. Am Abend wird der mongolische Präsident zu einem Staatsbankett erneut ins Schloss Bellevue kommen. Elbegdorj wird noch bis Sonntag in Deutschland bleiben.

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