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Aktuell Welt

Merkel und Abe fordern mehr Wirtschaftswachstum

Bundeskanzlerin Merkel und der japanische Premier Abe wollen auf dem bevorstehenden G7-Gifel ein deutliches Signal für eine stärkere Wirtschaft setzen. Und sie sprechen eine Warnung aus.

Wenn sich am 26. und 27. Mai in Japan Vertreter der sieben führenden Wirtschaftsnationen zum jährlichen Gipfel treffen, gelte es, von dort aus eine "starke Botschaft" für eine Ankurbelung des globalen Wachstums zu senden, erklärte der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe nach seinem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel im brandenburgischen Schloss Meseberg. Dabei will er vor allem auf eine expansive Finanzpolitik und einen beschleunigten Strukturwandel setzen. Merkel plädierte dagegen für einen ausbalancierten "Dreiklang" aus Strukturreformen, Investitionen und der Geldpolitik der Notenbanken - ergänzt durch eine solide Haushaltspolitik.

Angst vor Wechselkursschwankungen

Einig waren sich die beiden Staatschefs in ihrer Warnung vor zu großen Schwankungen bei den Wechselkursen. "Die vergleichsweise Stabilität der Währungen zueinander ist ein hohes Gut", so Merkel. Die aktuellen Probleme der Weltwirtschaft könnten nicht mit Wettläufen um einen möglichst niedrigen Wechselkurs gelöst werden. Abe sprach von "spekulativen, schnellen Aktionen", die derzeit an den Devisenmärkten zu beobachten seien. Sein Land habe den Währungsmarkt im Blick und werde - je nach Bedarf - darauf reagieren.

Der japanische Yen hatte in den letzten Tagen gegenüber dem Dollar und anderen Währungen erneut kräftig zugelegt, was in der japanischen Politik neue Sorgen auslöste. Ein starker Yen bremst die Exporte des Landes und droht die Wachstumsschwäche Japans weiter zu verschärfen.

djo/fab (rtr)