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Aktuell Deutschland

Merkel reist nicht zur Weltkriegsgedenkfeier in Moskau

Statt an der Militärparade auf dem Roten Platz teilzunehmen, fährt Bundeskanzlerin Merkel erst einen Tag später in die russische Hauptstadt. Sie wolle einen Affront gegenüber der Ukraine vermeiden, heißt es.

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird nicht an den offiziellen Feiern zum 70. Jahrestag des Kriegsendes am 9. Mai in Moskau teilnehmen. Einer entsprechenden Einladung des russischen Präsidenten Wladimir Putin werde die Kanzlerin nicht folgen, teilte ein Regierungssprecher in Berlin mit.

Merkel will demnach stattdessen am 10. Mai gemeinsam mit Putin am Grabmal für den unbekannten Soldaten in Moskau einen Kranz niederlegen. Einem entsprechenden Vorschlag habe Putin zugestimmt. Mit seinen Angaben bestätigte der Sprecher einen Bericht von "Zeit" und "Zeit Online".

Teilnahme wäre Affront gegenüber Ukraine

Merkel habe sich entschieden, dass es ihr "unmöglich ist, am 9. Mai an einer Militärparade auf dem Roten Platz teilzunehmen", hieß es laut dem Bericht in ihrem Umfeld. Vor diesem Hintergrund wäre Merkels Teilnahme an der Militärparade ein Affront gegen die ukrainische Regierung gewesen, hieß es in dem Bericht.

Russland feiert mit der Militärparade jedes Jahr den Sieg über Deutschland. Die USA und die EU haben gegen Russland wegen der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim und der Unterstützung der prorussischen Separatisten in der Ostukraine Sanktionen verhängt.

Merkel war Anfang Februar zusammen mit Frankreichs Präsident Francois Hollande erstmals seit Ausbruch der Ukraine-Russland-Krise im vergangenen Jahr wieder nach Moskau geflogen, um dort eine Friedensvereinbarung für die Ostukraine vorzubereiten.

cr/sti (dpa, afp, rtr)

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