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Wirtschaft

Merkel: "Mit Rat und Tat" für Griechenland

Griechenland könne sich auf ihre Unterstützung verlassen, sagt die Kanzlerin. Es sei bis zur Rettung aber noch sehr intensive Arbeit nötig. Athen glaubt sich schon in zehn Tagen mit seinen Gläubigern einigen zu können.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach ihrem Gespräch mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras weitere Anstrengungen Athens zur Überwindung der Finanzkrise gefordert. Am Rande des EU-Gipfels in Riga sagte Merkel, sie habe Tspiras gemeinsam mit Frankreichs Präsident François Hollande Hilfe und Unterstützung angeboten.

Der Abschluss der Verhandlungen müsse aber mit den drei Institutionen EU, Europäische Zentralbank (EZB) und Internationaler Währungsfonds (IWF) gefunden werden. "Und es muss sehr, sehr intensiv gearbeitet werden", betonte die Kanzlerin.

Merkel und Hollande hatten am Donnerstagabend in der lettischen Hauptstadt mit Tsipras mehr als zwei Stunden über Lösungsmöglichkeiten für Athens Schuldenkrise diskutiert. Die Euroländer fordern von dem pleitebedrohten Griechenland im Gegenzug für zusätzliche Unterstützung weitreichende Reformzusagen. Bis zuletzt hatte es die Regierung in Athen nicht geschafft, eine überzeugende Liste mit Vorschlägen vorzulegen.

Griechen wollen vom Anleihekaufprogramm der EZB profitieren

Dennoch stellte Regierungssprecher Gabriel Sakellaridis zum wiederholten Male eine schnelle Verständigung mit den Geldgebern des Landes im Streit um Reformen und Hilfszahlungen in Aussicht. Eine Vereinbarung könne in den nächsten zehn Tagen abgeschlossen werden, sagte er in Athen. Griechenland werde all seine Zahlungsverpflichtungen im Juni erfüllen. Sein Land strebe eine Verständigung an, die erlaube, vom Anleihekaufprogramm der EZB zu profitieren.

"Wir denken, die Bedingungen sind soweit gereift, dass weitere Fortschritte (in den Gesprächen) und eine Vereinbarung in den nächsten zehn Tagen, noch im Mai, erzielt werden können", sagte Sakellaridis dem Fernsehsender Skai TV.

Italiens Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan warnt indes, ein griechischer Abschied vom Euro würde kurzfristig zwar keine Ansteckungsgefahren für andere Partnerländer schaffen, würde aber mittelfristig das gesamte System der Euro-Zone brüchiger machen.

ul/rb (dpa, rtr)

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