1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Deutschland

Merkel könnte sich mit Großer Koalition anfreunden

Sag niemals nie: Keiner wolle die Große Koalition, aber immerhin habe man das schon gehabt, sagt die Bundeskanzlerin. Die Bundestagswahl werde "sehr, sehr knapp" ausgehen und da möchte sich Merkel alles offenhalten.

Eigentlich lautet die Parole der Regierungschefin und CDU-Vorsitzenden eindeutig: "weiter so". Doch in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" schloss Angela Merkel nun eine Wiederauflage einer Koalition mit der SPD nicht aus.

Zwar machte sie deutlich, dass dies für sie nur eine Notfall-Option sei. "Eine Große Koalition strebt nun wirklich niemand an", sagte Merkel der FAZ. Und: "Für die Menschen in Deutschland wäre es zweifellos besser, wenn wir die christlich-liberale Koalition fortsetzen". Allerdings, so Merkel weiter, sie habe "einmal eine Große Koalition geführt, so dass ich völlig unglaubwürdig wäre, wenn ich sie ausschlösse".

Klares Koalitions-Nein von Seiten der SPD

Ganz anders positioniert sich der Kanzlerkandidat der SPD. Peer Steinbrück erteilte einem Regierungsbündnis mit der Union eine deutliche Absage. Im Interview mit der "Hamburger Morgenpost" erklärte er: "Die Entscheidung entspricht der Stimmungslage in der SPD. Wir haben zwischen 2005 bis 2009 unsere Erfahrungen gemacht. Der weit überwiegende Teil der Mitglieder und der Mandatsträger will schlicht und ergreifend keine Wiederauflage."

Bei der vergangenen Bundestagswahl hatten die Sozialdemokraten nur 23 Prozent der Stimmen geholt. Aus Sicht der SPD lag dies vor allem daran, dass die Partei als Koaltionspartner nicht ausreichend wahrgenommen wurde, erklärte Steinbrück. "Das sitzt tief", so der Kanzlerkandidat.

Laut Umfragen liegen derzeit das schwarz-gelbe Lager sowie SPD, Grüne und Linke gleichauf. Damit wäre neben einer Großen Koalition nur ein Bündnis aus CDU/CSU und Grünen möglich.

cw/sc (FAZ, afp, dpa)

Die Redaktion empfiehlt