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Aktuell Welt

Merkel: Auschwitz mahnt

Überlebende des NS-Vernichtungslagers Auschwitz haben zusammen mit Bundeskanzlerin Merkel an die Befreiung des Lagers vor 70 Jahren erinnert.

Bei einer Gedenkstunde des Internationalen Auschwitz Komitees in Berlin betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel (im Artikelbild mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Fahidi), die vielen Millionen Opfer der Natioanlsozialisten dürften nicht vergessen werden. Auschwitz mahne die Menschen auch heute, nicht hasserfüllten Parolen gegen Menschen zu folgen, die in Deutschland ein neues Leben suchten, betonte die Regierungschefin.

1,1 Millionen Menschen von Nazis ermordet

Vor 70 Jahren, am 27. Januar 1945, hatten Soldaten der Sowjetarmee das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz befreit. Die Nationalsozialisten hatten dort zwischen 1940 bis 1945 rund 1,1 Millionen Menschen ermordet, die meisten von ihnen Juden. Als Soldaten der Roten Armee in das Lager im damals von der deutschen Wehrmacht besetzten Polen kamen, fanden sie nur noch etwa 7000 Überlebende vor.

Blick auf das ehemalige NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau

Blick auf das ehemalige NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau

Auschwitz steht symbolhaft für den Völkermord der Nazis an den Juden und für die Millionen Menschen, die vom Hitler-Regime verfolgt und ermordet worden sind.

Seit 1996 wird auf Anregung des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog an diesem Tag in Deutschland der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Im Jahr 2005 riefen die Vereinten Nationen den 27. Januar zum internationalen Holocaust-Gedenktag aus.

Feierstunde im Bundestag

An diesem Dienstag wird der Bundestag mit einer Gedenkstunde an den 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz erinnern. Die Hauptrede wird Bundespräsident Joachim Gauck halten. Zu der Gedenkfeier sind junge Menschen aus mehreren Ländern eingeladen.

Gauck wird neben zahlreichen anderen Staatsoberhäuptern und Regierungsvertretern auch an den Feierlichkeiten in Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau teilnehmen. Geleitet wird die Zeremonie vom polnischen Präsidenten Bronislaw Komorowski.

wl/kle (dpa, afp, rtr)