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Wirtschaft

Merck will Schering für 15 Milliarden Euro schlucken

Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck will nach Angaben von Schering den Berliner Konkurrenten gegen den Willen des Vorstandes übernehmen. Schering sei am Wochenende von Merck-Repräsentanten über die Absicht informiert worden, ein Bar-Angebot in Höhe von 77 Euro je Aktie abzugeben, teilte Schering am Sonntag (12.03.06) mit. Damit würde der Konzern mit rund 15 Milliarden Euro bewertet, was einem Aufschlag von etwa 15 Prozent zum Börsenwert entspricht. Der Vorstand lehnt die Offerte jedoch ab, da sie die Gesellschaft "erheblich" unterbewerte. Das Angebot sei unaufgefordert abgegeben worden, Schering stehe nicht in Verhandlungen mit Merck, betonte der Konzern in seiner Mitteilung. Merck äußerte sich zunächst nicht.

Die Schering-Aktie hatte am Freitag bei 66,86 Euro den Handel beendet. Ein Zusammenschluss der beiden Konzerne würde einen deutschen Pharmariesen schaffen, der auf einen Jahresumsatz von mehr als elf Milliarden Euro käme. Es wäre der größte Konsolidierungsschritt in der deutschen Pharmabranche seit dem Zusammenschluss von Hoechst und Rhone-Poulenc zu Aventis Ende der 90er Jahre. Ziel sei es, einen Pharmakonzern zu schmieden, "der im internationalen Kontext wirklich über eine kritische Masse verfügt", hieß in Finanzkreisen.