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Motorsport

Mercedes steigt aus DTM aus

Der Automobilkonzern Mercedes Benz verabschiedet sich zum Ende der Saison 2018 aus dem Deutschen Tourenwagen-Masters. Grund ist ein Strategiewechsel.

Automobilhersteller Mercedes-Benz sagt zum Ende der Saison 2018 der DTM adieu und wird stattdessen ab der Saison 2019/20 in der Elektroserie Formel E an den Start gehen. Das teilte das Unternehmen aus Stuttgart mit. Mercedes hat in bislang 26 Saisons in der Tourenwagen-Serie zehnmal die Fahrer- und 13 Mal die Teamwertung gewonnen und ist damit der erfolgreichste Hersteller in der DTM.  "Mit dieser neuen Aufstellung wird Mercedes-Benz in Serien an beiden Enden des Motorsportspektrums antreten", heißt es in einer Mitteilung des Konzerns."Auf der einen Seite die Formel 1, die als Königsklasse des Motorsports für Hightech-Motorsport und Wettbewerb auf höchstem Niveau steht, auf der anderen Seite die Formel E, die den Wandel der Automobilindustrie verkörpert."

Mit möglichst vielen Titeln verabschieden

 "Die Jahre in der DTM werden immer ein großer Teil unserer Motorsport-Geschichte bleiben", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff: "Auch wenn so ein Abschied natürlich schwer fällt, werden wir in dieser und der nächsten Saison alles dafür tun, uns mit so vielen Titeln wie möglich aus der DTM zu verabschieden." In der aktuellen DTM-Teamwertung liegt Mercedes mit 341 Punkten nach zehn von 18 Rennen auf Platz zwei hinter Spitzenreiter Audi (421). Dritter ist BMW (308). Bester Mercedes-Pilot ist der Österreicher Lucas Auer auf Rang drei hinter den Audi-Fahrern Mattias Ekström aus Schweden und René Rast.

Audi und BMW vermeiden Bekenntnis zur DTM

"Wir müssen die Entscheidung sportlich fair respektieren", teilte die DTM mit. Es bleibe bis zum Saisonende 2018 genügend Zeit, "die Situation zu analysieren und ein tragfähiges Konzept für die Zukunft aufzusetzen". Audi und BMW vermieden nach der Ankündigung des Mercedes-Ausstiegs ein klares Bekenntnis zur DTM. Man müsse die Situation neu bewerten, hieß es. Audi steigt ab der Saison 2017/18 ebenfalls in die Formel E ein, BMW ab 2018/19. Beide Konzerne sind aber nicht in der Formel 1 vertreten. "Heute ist ein großartiger Tag, weil wir Mercedes in der Formel-E-Familie willkommen heißen dürfen", sagte Alejandro Agag, Gründer und Geschäftsführer der Serie: "Damit wächst die steigende Zahl der Hersteller, die sich an der elektrischen Revolution beteiligen." Auch Weltverbands-Präsident Jean Todt begrüßte den Mercedes-Einstieg ins "neueste Kapitel der Renngeschichte".

sn/jw (sid, dpa)