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Wirtschaft

Mercedes rüstet seinen US-Standort auf

Der Autobauer will in den USA eine Milliarde Dollar in die Produktion von Elektroautos und den Bau einer Batteriefabrik stecken. Im US-Bundesstaat Alabama sollen Hunderte neue Jobs entstehen.

Daimler investiert für seine Pläne zur Produktion von Elektrofahrzeugen eine Milliarde Dollar in den Mercedes-Standort Tuscaloosa in den USA. "Ein Großteil der Investition soll in die Umsetzung der Elektrooffensive fließen", teilte der Konzern anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Werkes im US-Bundesstaat Alabama mit. Dazu gehört neben dem Umbau der Fertigung auch ein Batteriewerk. Außerdem will Mercedes in den Ausbau seiner Logistik in Alabama investieren. Geplant seien mehr als 600 zusätzliche Jobs.

Mit der Investition von umgerechnet 840 Millionen Euro werde das Produktionsnetzwerk in Europa, China und den USA auf den Ausbau der Elektromobilität vorbereitet, erklärte Mercedes-Produktionschef Markus Schäfer. Mercedes-Benz habe nun sechs Standorte auf drei Kontinenten für den Bau von Elektrofahrzeugen.

Im Werk Tuscaloosa, das schon seit zwei Jahren modernisiert und erweitert wird, könnten reine Stromautos und solche mit Hybrid- oder Verbrennungsmotoren auf einer Linie vom Band laufen, erklärte Schäfer weiter, um die Kosten zu dämpfen. Der Standort baut mit seinen rund 3700 Beschäftigten vor allem die großen SUVs GLS und GLE, von denen 70 Prozent für den Export aus den USA bestimmt sind. Auch die C-Klasse läuft dort für den nordamerikanischen Markt vom Band. Im vergangenen Jahr belief sich die Fertigung auf mehr als 310.000 Fahrzeuge.

Deutschland IAA Internationale Automobil-Ausstellung (Reuters/R. Orlowski)

Die Daimler-Tochter Smart soll ab 2020 zur reinen Elektromarke werden

Deutsche Autobauer kontern Trumps Kritik

Mit der Milliardeninvestition kann Daimler den Vorwürfen von US-Präsident Donald Trump gegen die deutschen Autobauer und ihre angeblich unfair hohen Exporte in die USA etwas entgegensetzen. Grund für die Investitionsentscheidung ist aber die schon angekündigte Umstellung auf mehr Modelle mit emissionsfreiem Antrieb. Der Dax-Konzern peilt bis 2025 einen Absatzanteil von etwa einem Viertel mit reinen Elektroautos an. Bis 2022 sind mehr als zehn Modelle geplant. Das erste der eigens geschaffenen Elektromarke EQ, der EQC, soll ab 2019 im Werk Bremen vom Band laufen.

Auf der Automesse IAA stellte Mercedes ein Konzept für den etwas kleineren EQA vor. Der Stadtflitzer Smart wird ab 2020 zur reinen Elektromarke. Die Batterien dafür werden in drei Werken in Deutschland, einem in Peking und Anfang des nächsten Jahrzehnts auch in Tuscaloosa gefertigt. Dann soll auch die Produktion von EQ-Modellen in Alabama starten.

Auch BMW hatte vor drei Monaten weitere Großinvestitionen in den USA angekündigt. Das Unternehmen will in den Jahren 2018 bis 2021 600 Millionen Dollar in die Fabrik in Spartanburg im South Carolina stecken. Spartanburg ist die weltweit größte Produktionsstätte von BMW.

tko/uh (rtr, afp)

 

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