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Deutscher Afrika-Preis

Menschenrechtspreis für ugandischen Anwalt

Der Menschenrechtsanwalt Nicholas Opiyo erhält den Deutschen Afrika-Preis 2017. Das erfuhr die DW vom Preisträger. Er bekommt die Auszeichnung für sein Engagement für Frieden, Demokratie und Menschenrechte.

Uganda Prozess Stella Nyanzi (Getty Images/AFP/G. Grilhot)

Nicholas Opiyo (r.) ist einer der Verteidiger der ugandischen Wissenschaftlerin Stella Nyanzi (l.)

Nicholas Opiyo ist einer der führenden Menschenrechtsanwälte und der Gründer der Menschenrechtsorganisation Chapter Four Uganda. Seit 2005 kämpft er für Bürgerrechte in Uganda und hilft Menschen am Rande der Gesellschaft – häufig kostenlos.

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"Ich bin sehr geehrt, Gewinner des Preises 2017 zu sein", sagte Opiyo der DW. "Dieser Preis ist sehr renommiert und ich folge vielen äußerst wichtigen afrikanischen Preisträgern, etwa der ehemaligen südafrikanischen Ombudsfrau [Thuli Madonsela]. Es lässt mich demütig werden, dass dieser Preis mir gewidmet ist."

Verständnis für Afrika

Opiyo ist einer der führenden Verteidiger der ugandischen Wissenschaftlerin Stella Nyanzi. Sie wurde im April inhaftiert, nachdem sie Regierungschef Yoweri Museveni und dessen Frau auf Facebook beleidigt hatte. Menschenrechtsorganisationen protestieren gegen die Inhaftierung.

Der Deutsche Afrika-Preis wird seit 1993 jährlich von der Deutschen Afrika-Stiftung verliehen. Er soll in Deutschland zum Verständnis für Afrika beitragen. Die Stiftung ehrt afrikanische Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise für Demokratie, Frieden, Menschenrechte, Kunst und Kultur, Wirtschaftsförderung und soziale Belange einsetzen. Im vergangenen Jahr wurde die südafrikanische Anwältin Thulisile Madonsela geehrt. Sie erhielt den Preis für ihren außergewöhnlichen Einsatz bei der Verteidigung der Verfassung und ihren Einsatz gegen Korruption in Südafrika.

cr/kle (DW, kna)