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Aktuell Nahost

Menschenrechtsaktivist Radschab in Bahrain erneut inhaftiert

Er war bereits mehrfach inhaftiert, zuletzt wurde er begnadigt. Nun ist der bahrainische Menschenrechtsaktivist Nabeel Radschab erneut festgenommen worden.

Die Frau des prominenten schiitischen Menschenrechtsaktivisten Nabeel Radschab, Sumaja Radschafb, teilte via Twitter mit, dass ihr Mann zu Hause in dem vorwiegend von Schiiten bewohnten Dorf Bani Dschamra festgenommen worden sei. Sicherheitskräfte würden seine Wohnung durchsuchen. Radschab wurde bereits mehrfach inhaftiert. König Hamad begnadigte ihn im Juli 2015 aus "gesundheitlichen Gründen".

Weiterer Aktivist flieht nach Dänemark

Nach Angaben des Bahrain Insitut für Menschenrechte und Demokratie beschlagnahmten die Sicherheitskräfte elektronische Geräte und andere Gegenstände. Staatliche Medien berichteten zunächst nicht von der Polizeiaktion gegen Radschab. Der Grund für die Festnahme ist bislang nicht bekannt. Erst vor wenigen Tagen war ein anderer prominenter Menschenrechtsaktivist, Zainab al-Khawaja, aus Furcht vor einer Inhaftierung nach Dänemark geflohen.

Nach Radschabs Festnahme 2014 wurde er für schuldig befunden, die Ministerien für Inneres und Verteidigung in Äußerungen beim Kurzmitteilungsdienst Twitter verunglimpft zu haben. Radschab leitet das Zentrum für Menschenrechte in Bahrain und spielte bei Protesten der schiitischen Opposition gegen das sunnitische Königshaus eine wichtige Rolle. Wegen der Teilnahme an unerlaubten Protesten verbüßte er bereits eine zweijährige Haftstrafe.

Unterstützung aus Washington

Im Golfstaat Bahrain, in dem die Fünfte US-Flotte stationiert ist, gab es 2011 eine starke Protestbewegung, die eine konstitutionelle Monarchie mit einem gewählten Regierungschef forderte. Washington setzte sich bei früheren Gelegenheiten dafür ein, dass Radschab freigelassen werden solle.

cr/as (afp, ap)