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Afrika

Menschenhandel: Südafrikas Polizei befreit malawische Kinder

Aus dem Osten des Kontinents werden sie nach Südafrika verkauft. Dort müssen sie wie Sklaven auf Farmen arbeiten oder in Bordellen anschaffen. 57 Kinder hat die Polizei in Johannesburg vor diesem Schicksal bewahrt.

Afrika Kinderarbeit Symbolbild: Mädchen arbeitet in Abidjan (Foto: picture-alliance/AFP)

In vielen Ländern Afrikas werden Kinder noch immer zur Arbeit oder zu Prostitution gezwungen

"Die 57 nicht dokumentierten Kinder und Jugendliche wurden im Lieferraum eines Lastwagen gefunden, in dem es keine Fenster gab", teilte die südafrikanische Polizei mit. Beamte hätten die Mädchen und Jungen im Alter von 11 bis 21 Jahren während einer Fahrzeugkontrolle entdeckt.

Die drei Erwachsenen im Führerhaus des Lastwagens seien festgenommen worden, hieß es weiter. Die Männer würden wegen Menschenhandels vor Gericht gestellt.

Falsche Versprechen

Polizeisprecher Khomotso Phahlane erklärte, die Menschenhändler hätten den befreiten Kindern eine Arbeitsstelle in Südafrika versprochen, um sie so aus den armen Teilen Malawis wegzulocken. Sie seien illegal ins Land gebracht worden und sollten vermutlich als Prostituierte oder billige Arbeitskräfte weiterverkauft werden. Jetzt würden sie von Sozialdiensten betreut.

Erst kürzlich hatte die südafrikanische Polizei in Johannesburg 16 minderjährige Mädchen aus einem Haus befreit. Dort waren die Kinder und Jugendlichen offenbar zur Prostitution gezwungen worden.

nin/rb (dpa, afp)