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Aktuell Amerika

Melania Trump schaltet Webseite nach Gerüchten um falschen Lebenslauf ab

Abschluss in Design und Architektur: Hat sich Melania Trump das nur ausgedacht? Nach Gerüchten um falsche Angaben im Lebenslauf ist die Seite der Ehefrau von US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump offline.

USA Melania Trump in Las Vegas

Diplom-Designerin und Architektin? US-Medien berichten, Melania Trump habe gar keinen Abschluss.

Vermasselt Melania Trump ihrem Ehemann den Wahlkampf? Gut eine Woche nach dem Wirbel um ihre ausgerechnet bei Präsidentingattin Michelle Obama abgekupferte Rede beim Republikaner-Parteitag wurde jetzt die Website von Melania Trump gelöscht. Vermutlich wegen falscher Angaben in ihrem Lebenslauf.

US-Medien hatten zuvor berichtet, das Ex-Model aus Slowenien habe - anders als auf der Internetseite angegeben - keinen Hochschulabschluss. Auf der Website stand, sie habe ein Diplom in Design und Architektur der Universität von Ljubljana.

Im Februar hatte die 46-Jährige selbst im Fernsehsender MSNBC gesagt, sie habe Design und Architektur "studiert". Im April verriet sie dem Männermagazin "GQ", dass sie ihr Studium nach einem Jahr abgebrochen habe, um in Mailand und Paris als Model Karriere zu machen.

"Die 2012 eingerichtete Website ist geschlossen, weil sie nicht mehr in angemessener Weise meine Angelegenheiten und professionellen Interessen widerspiegelt", schrieb die Trump-Gattin im Internetdienst Twitter.

Wer jetzt die Website melaniatrump.com aufruft, wird direkt auf die Geschäftsseite ihres Mannes weitergeleitet. Dort wird Trumps dritte Ehefrau, mit der er einen Sohn hat, mit keinem Wort erwähnt.

Wirbel um abgeschaute Rede

Melania Trump hatte am ersten Tag des Republikaner-Parteitags, bei dem ihr Mann offiziell als Präsidentschaftskandidat in das Rennen um das Weiße Haus geschickt worden war, eine der Hauptreden gehalten und darin von den menschlichen Qualitäten ihres Ehemanns geschwärmt.

Mehrere Passagen aus der Rede erinnerten aber stark an einen Auftritt von Michelle Obama vor acht Jahren.

Einige Sätze hatten fast exakt den gleichen Wortlaut.

Nach dem Aufkommen der Plagiatsvorwürfe leugnete das Trump-Wahlkampfteam zunächst, dass die fraglichen Passagen von Michelle Obama stammten. Später gab die Redenschreiberin aber zu, dass einige Teile bei der First Lady entlehnt waren.

"Ich entschuldige mich für die Verwirrung und die Hysterie, die mein Fehler verursacht hat", erklärte die Autorin des Textes, Meredith McIver.

Ihren Angaben zufolge ist Melania Trump ein Fan von Michelle Obama. Das Ex-Model habe die Präsidentengattin "immer gemocht". Die Redenschreiberin führte aus, bei der Vorbereitung der Rede habe ihr die Trump-Ehefrau einige Passagen aus der Rede von Michelle Obama vorgelesen - als Beispiele dafür, was sie den Delegierten sagen wolle. Sie habe dann die Parts aufgeschrieben und einige der Formulierungen in den Text der Rede aufgenommen.

Donald Trump nimmt's wohl gelassen

Trump reagierte mit Ironie auf den Wirbel um die Rede seiner Frau: "Die gute Nachricht ist, dass Melanias Rede mehr Publicity bekommen hat als jede andere in der Geschichte der Politik, besonders wenn man glaubt, dass jede Art von Presse eine gute Presse ist!", schrieb er bei Twitter.

Das Wahlkampfteam ihres Mannes bemüht sich seit Längerem, das frühere Model nicht nur als Anhängsel ihres Mannes darzustellen. Häufiger wird beispielsweise betont, dass Melania Trump fünf Sprachen spreche.

pv/cr (afp, dpa)