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Kultur

Mekka der Tüftler

Ein neumodischer Eierköpfer, ein mechanischer Hundehaufen-Beseitiger oder der tragbare Sonnengenerator: Die 30. Erfindermesse in Genf wartet mit allerlei Hochmodernem, Nützlichem und Praktischem auf.

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Der Segway Transporter wurde als Erfindung des Jahres gefeiert

Aber auch Kurioses, von dem die Welt bislang nicht geahnt hatte, dass sie diese Dinge je brauchen würde, steht auf dem Programm. So zaubern vor der im Juni beginnenden Fußballweltmeisterschaft bereits in den Genfer Messehallen "intelligente und interaktive Fußballroboter" mit dem Ball. Und der ultimative Wintersport-Spaß wird auch aus der Taufe gehoben: das "Snow-Bike für das dritte Jahrtausend".

Mekka der Tüftler und Erfinder

Erfunden werde oft, um entweder zu überleben oder sich das Leben so angenehm wie möglich zu machen, sagt der Gründer und Veranstalter der Messe, Jean-Luc Vincent. Vom 1. bis zum 5. Mai stellt er zum 30. Mal "im Mekka der Tüftler und Erfinder" die neuesten Kreationen der Daniel Düsentriebs aller fünf Kontinente aus. Die 1000 Exponate der 645 Aussteller aus 38 Ländern haben alle eins gemein: Sie müssen als Patente angemeldet sein und dürfen nur ein Mal ausgestellt werden. Alte Hüte gibt es in Genf nicht. In Rumänien ist in diesem Jahr am meisten Gehirnschmalz geflossen. Mit 26 vorgestellten Erfindungen rangiert Deutschland in Genf nur auf dem sechsten Platz der Aussteller.

Keine alten Hüte

Die Rubriken reichen von Alarmanlagen und Sicherheitsausrüstungen, Maschinen und maschinellen Prozessen, Lebensmitteln und Kosmetika, Sport und Medizin, Uhren und Schmuck, Optik und Elektronik, Telekommunikation und Musikinstrumenten bis hin zu Möbeln und so genannten praktischen Neuheiten zur Bewältigung des täglichen Haushaltsfrusts. Auf die Meister aller Klassen warten 36 Preise.

Das Schwergewicht der Messe liegt nicht bei Skurrilem und Kuriosem, sondern bei technischen Lösungen, die sich industriell nutzen und so in klingende Münze verwandeln lassen. Im Schnitt schafft dies fast jedes zweite ausgestellte Exponat pro Jahr.

Erfinder und Produzent kommen zusammen

Die Erfindermesse soll nach Angaben der Veranstalter vor allem über jene Hürden helfen, die potenzielle Tüftler vielfach von vornherein von jeder Gehirnakrobatik abhalten: von der Umwelt als "unterbelichtet" dazustehen oder niemanden zu finden, der den ganzen Erfinderstolz später produziert und vermarktet. Die Mehrzahl der Besucher in Genf waren und bleiben Geschäftsleute, Händler und Investoren. dpa/(pg)

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