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Kultur

"Meilenstein für die Zukunft der DW"

Der Bundestag novellierte am Donnerstag (28.10.) das Deutsche-Welle-Gesetz. Die Deutsche Welle erhalte damit einen modernen Programmauftrag, so Intendant Bettermann. DW-WORLD sei als dritte mediale Säule unverzichtbar.

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Freut sich über neues DW-Gesetz: Intendant Erik Bettermann

Der Intendant der Deutschen Welle (DW), Erik Bettermann, hat die Novelle des Deutsche-Welle-Gesetzes als "Meilenstein für die Zukunft des deutschen Auslandsrundfunks" begrüßt. Der Bundestag hatte das Gesetz am Donnerstag (28. 10.) verabschiedet. "Die neue rechtliche Grundlage für die DW erweitert die journalistischen und unternehmerischen Gestaltungsmöglichkeiten und stärkt die Staatsunabhängigkeit des deutschen Auslandsrundfunks", sagte Bettermann. Die Position der DW als bedeutendes Instrument auswärtiger Medien- und Kulturpolitik werde fester verankert. Die Novelle ermögliche es der DW, mehr als bisher flexibel auf die weltpolitischen Herausforderungen zu reagieren.

Programmauftrag für modernen Auslandsrundfunk

Deutsche Welle in Bonn

Die Deutsche Welle im Schürmann-Bau in Bonn

Der neu formulierte Programmauftrag des Senders spiegle "eine moderne Konzeption des Auslandsrundfunks". Die bisherige Begrenzung auf die Vermittlung eines Deutschlandbildes sei "längst obsolet gewesen". "Nur ein intelligenter Mix deutscher, europäischer und zielgebietsbezogener Themen sichert die Akzeptanz unserer journalistischen Angebote weltweit." Nur so lasse sich das im Programmauftrag vorgegebene Ziel, "das Verständnis und den Austausch der Kulturen und Völker zu fördern", nachhaltig erreichen. Für Dialog und Verständigung zwischen den Völkern stehe die Deutsche Welle seit mehr als 50 Jahren. "Dabei bringen wir uns auch in den gesellschaftlichen Diskurs in Deutschland ein - mit unserer Multinationalität und dem spezifischen Know-how unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus über 60 Nationen", unterstrich Bettermann.

Internet dritte mediale Säule

10 Jahre DW-Online

Mitarbeiter von DW-WORLD

Zehn Jahre nach dem Start der DW im World Wide Web sei die gesetzliche Bestätigung des "außerordentlich erfolgreichen Onlineangebots DW-WORLD.DE längst überfällig", so der Intendant. Auch hier unterscheide sich der Auftrag der Deutschen Welle von dem der Inlandssender. Für ein transnational agierendes Programmunternehmen, das sich vor allem an Multiplikatoren in aller Welt richte, sei die Nutzung des Internet als dritte mediale Säule unverzichtbar. DW-WORLD.DE - in 30 Sprachen abrufbar - sei überdies das ideale Medium, "den interkulturellen Austausch im Sinne einer echten Zweibahnstraße zu gestalten".

Auslandsrundfunk ist "überparteiliches Anliegen"

Pressekonferenz DW Gesetz Erik Bettermann und Christina Weiss

Intendant Erik Bettermann und Kulturstaatsministerin Christina Weiss

Erfreut zeigte sich der Intendant, dass das Parlament die Novelle im parteiübergreifenden Konsens zügig verabschiedet habe. Die Beratungen der Novelle seien stets in enger Abstimmung mit der DW erfolgt. Insbesondere der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Christina Weiss, sprach er in diesem Zusammenhang seinen Dank aus. "Die breite Mehrheit für das neue Deutsche-Welle-Gesetz im Deutschen Bundestag macht deutlich, dass Auslandsrundfunk ein überparteiliches Anliegen ist und im nationalen Interesse liegt", so Bettermann. (ana)

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