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Aktuell Welt

"Meilenstein" auf der Luxusranch

Das gab es noch nie: Die Staats- und Regierungschefs der zehn Mitglieder der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN sind zu Gast in den USA. Präsident Obama nimmt sich für sie zwei Tage Zeit - er hat gute Gründe.

Für die Weltwirtschaft spielt Südostasien eine immer größere Rolle - das weiß natürlich auch Barack Obama, weshalb der US-Präsident die höchsten Vertreter der ASEAN-Staaten auf den luxeriösen Landsitz Sunnylands in Kalifornien eingeladen hat. Nach Angaben des Weißen Hauses soll das Treffen unterstreichen, wie wichtig Asien für die internationalen Beziehungen der USA ist.

Das informelle Treffen in Rancho Mirage, einer Kleinstadt etwa 180 Kilometer südöstlich von Los Angeles, ist die erste Konferenz ihrer Art auf US-Boden. Obama bezeichnete die Zusammenkunft denn auch als einen "Meilenstein", obwohl es sich nicht mal um einen offiziellen Gipfel handelt.

Sunnylands (Foto: picture alliance)

Von der Sonne meist verwöhnt: Sunnylands

"Essenzieller Partner"

Im Mittelpunkt der zweitägigen Beratungen, die - wie es heißt - in zwangloser Atmosphäre stattfinden sollen, stehen neben der wirtschaftlichen Zusammenarbeit auch Fragen der Sicherheit. Daniel Russel aus dem US-Außenministerium sagte mit Blick auf die ASEAN-Länder: "Alle diese Staaten sehen sich vom Terrorismus bedroht, entweder vom 'Islamischen Staat' oder von einer anderen Gruppe." Ein Vertreter des nationalen Sicherheitsrats der USA ergänzte: "Die ASEAN liegt im Herzen Asiens. Sie ist für die USA in Fragen der Sicherheitsarchitektur der gesamten Region ein essenzieller Partner."

Thema wird auch der Konflikt im Südchinesischen Meer sein. China beansprucht dort Inseln und liegt deswegen überkreuz mit Anrainern und auch den USA, die auf die Unversehrtheit internationaler Handelswege pochen. Obama geht es vor allem darum, den südostasiatischen Alliierten den Rücken zu stärken. Gleichwohl richtet sich das Treffen auf Sunnylands laut Diplomaten ausdrücklich nicht gegen China.

Karte Südchinesisches Meer / Besitzanspruch China (Grafik: DW)

Das Südchinesische Meer - heftig umstritten

Der Verband südostasiatischer Nationen umfasst Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, die Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam. Die zehn ASEAN-Staaten stellen allerdings ganz und gar keine homogene Gruppe dar: Während das reiche Singapur ein Pro-Kopf-Einkommen von rund 55.000 Dollar ausweist, sind es im armen Myanmar weniger als 1300 Dollar. Auf den Philippinen herrscht Demokratie, Vietnam ist hingegen ein kommunistischer Einparteienstaat. Indonesien hat etwa 240 Millionen Einwohner und damit etwa 550 mal so viele wie das Ölsultanat Brunei.

wa/rb (dpa, ape)

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