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Sport-News

Mehrheit für neues Freiburger Stadion

Der Weg für ein neues Fußballstadion ist frei. Bei einem Bürgerentscheid spricht sich die Mehrheit für eine Unterstützung der Stadt beim geplanten Neubauprojekt des SC Freiburg aus.

Die undatierte Visualisierung zeigt das Gelände des Flugplatzes in Freiburg und den geplanten Neubau des Fußballstadions des SC Freiburg (Foto: Stadt Freiburg/Luftbild: Patrick Seeger/Darstellung: HH Vision/Albert Speer & Partner GmbH dpa Bildfunk)

So könnte der geplante Neubau des Fußballstadions des SC Freiburg einmal aussehen

Freiburg bekommt ein neues Stadion. Beim mit Spannung erwarteten Bürgerentscheid am Sonntag hat sich eine Mehrheit der Wahlberechtigten für das umstrittene Projekt ausgesprochen. Läuft alles nach Plan, kann der SC Freiburg nach diesem politischen Erfolg von 2019 an in der neuen, 35.000 Zuschauer fassenden Arena im Stadtteil Wolfswinkel spielen.

Erleichterung und Genugtuung waren beim SC Freiburg groß, als das Resultat feststand. Laut vorläufigem Endergebnis votierten 58,2 Prozent der Wahlberechtigten für eine Unterstützung der Stadt beim geplanten Neubau. "Bei der heutigen Nein-Sager-Gesellschaft ist das Ergebnis eigentlich unglaublich, sagte SC-Präsident Fritz Keller. Der Sieg hatte sich am Wahlabend früh abgezeichnet. Kaum einer der 147 Wahlbezirke ging an die Gegner des Bürgerentscheids.

Die Aufnahme zeigt aktuelle Stadion des SC Freiburg am 08.11.2012 in Freiburg (Foto: Patrick Seeger/dpa)

Nicht zeitgemäß: das aktuelle Stadion des SC Freiburg

Der Sportclub kann nun auf die Stadt als Partner bauen und mit der konkreten Planung beginnen. Das momentane SC-Stadion entspricht nicht mehr den aktuellen Standards. Es bietet lediglich 24.000 Zuschauern Platz, hat keine gute Verkehrsanbindung und ist veraltet. Zudem ist der Platz eigentlich zu klein. Die Breisgauer dürfen ihre Heimspiele nur aufgrund einer Ausnahmegenehmigung in der jetzigen Arena austragen.

Ergebnis durchaus knapp

Die Kritiker sahen das Projekt dennoch mit viel Skepsis. Es wurden vor allem die Belastung für die Natur und die teilweise Finanzierung durch öffentliche Gelder kritisiert. Der Fußball-Bundesligist hatte bei Werbekampagne im Vorfeld einen hohen Aufwand betrieben. Neben DFL-Boss Christian Seifert konnte sogar Bundestrainer und SC-Ehrenspielführer Joachim Löw als Unterstützer gewonnen werden.

Nils Petersen vom SC Freiburg läuft nach einem Spiel an einem Banner für den Bau des neuen Fußballstadions vorbei (Foto: Patrick Seeger/dpa)

SC-Profi Nils Petersen vor einem Werbebanner

Ohne die nun "wegweisende Entscheidung" wäre der SC über kurz oder lang aus dem Profifußball verschwunden, versicherte Keller. Allerdings war es letztlich eine knappe Angelegenheit. Denn das Quorum von 25 Prozent wurde nur knapp geschafft. Mit 45.629 Ja-Stimmen bei 169.136 Wahlberechtigten wurde die nötige Zahl um 3345 Stimmen übertroffen. Die Wahlbeteiligung lag bei 46,5 Prozent.

Das finanzielle Gesamtvolumen des Projekts wird vorläufig auf etwa 117 Millionen Euro veranschlagt. Die Stadt übernimmt rund 38 Millionen für Infrastrukturkosten. 11 Millionen soll es als Zuschuss vom Land geben, knapp 13 Millionen als stille Einlage von der Staatsbrauerei Rothaus. Den Rest zahlt der SC sofort (15 Millionen) und indirekt über jährliche Pachtzahlungen. Die Stadt steuert zudem das Grundstück bei.

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