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Unglück bei religiöser Feier

Mehrere Tote bei Himmelfahrtsprozession auf Madeira

Ein umstürzender Baum hat bei einem religiösen Fest auf der portugiesischen Atlantikinsel nach Behördenangaben 13 Gläubige getötet. Viele weitere Menschen seien verletzt worden.

Bei dem Baum handelte es sich nach Medieninformationen um eine 200 Jahre alte Eiche. Den Angaben zufolge war sie schon seit drei Jahren als gefährlich und umsturzgefährdet eingestuft worden. Sie kippte demnach plötzlich um und traf mehrere Gläubige, die in der Nähe an einem Verkaufsstand Kerzen erwerben wollten. Unter den etwa 50 Verletzten seien auch Deutsche, Ungarn und Franzosen, hieß es. 

Zahlreiche Helfer waren im Einsatz, darunter ein Einsatzteam von Ärzten, mehrere Krankenwagen und die Feuerwehr. Premierminister António Costa zeigte sich bestürzt und drückte den Angehörigen der Opfer im Kurznachrichtendienst Twitter sein tiefes Beileid aus. Das Fest wurde nach dem tragischen Vorfall abgebrochen. Die Regierung von Madeira rief eine dreitägige Trauer aus.

Portugal Madeira Tote bei Fest (Imago/Global Images/Aspress/R. Silva)

Sanitäter versorgen die Verletzten

Das Unglück ereignete sich während des beliebten Festivals "Senhora do Monte" (Fest der Herrin von Monte), dem größten und berühmtesten religiösen Festival auf der Insel. Es wird zu Ehren der Jungfrau von Monte, der Schutzheiligen der Hauptstadt Funchal, immer am 14. und 15. August, dem katholischen Fest Mariä Himmelfahrt, abgehalten und lockt traditionell viele Besucher aus aller Welt nach Madeira. Die Straßen und die Kirche in den Bergen von Monte werden dabei aufwendig mit Blumen geschmückt.  

HF/qu (dpa, afp, kna)