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Aktuell Asien

Mehrere Tote bei Angriff auf Polizei in Almaty

Wieder eine Gewaltattacke in Kasachstan - die ehemalige Sowjetrepublik wurde zuletzt mehrfach von Angriffen auf Sicherheitskräfte erschüttert. In Almaty, der größten Stadt des Landes, gilt "Anti-Terror-Alarm".

Bei einem Angriff auf Sicherheitskräfte in der kasachischen Millionenstadt Almaty sind mindestens fünf Menschen erschossen worden, darunter drei Polizisten. Ein vorbestrafter Mann habe zunächst eine Frau und einen Wachmann getötet und dann auf der Flucht zwei Polizisten sowie einen Passanten erschossen. Das teilte das Innenministerium der Ex-Sowjetrepublik Kasachstan mit. Präsident Nursultan Nasarbajew sprach von einem "Terrorakt", der wohl auf das Konto von Islamisten gehe.

Ein Angreifer habe zunächst ein Auto gestohlen und dabei einen Zivilisten getötet, teilte das Innenministerium des zentralasiatischen Landes weiter mit. Dann habe er eine Polizeiwache überfallen und einen Polizisten erschossen. Auf der Flucht tötete er demnach zwei weitere Polizisten, ehe er festgenommen wurde. Der Mann sei vorbestraft, teilte das Innenministerium weiter mit. Der 25-Jährige werde verdächtigt, am Wochenende eine Frau ermordet zu haben.

Zweiter Verdächtiger festgenommen

Inzwischen wurde auch ein mutmaßlicher Komplize des Mannes festgenommen. In Almaty - der größten Stadt des Landes - sei ein groß angelegter "Anti-Terror-Einsatz" gestartet worden. Die Kontrollen auf dem Flughafen und den Bahnhöfen wurden massiv verstärkt. Die Behörden riefen die Bewohner der Stadt auf, zu Hause zu bleiben.

Polizisten hinter einer Absperrung in Almaty (Foto: DW/M. Torebaeva)

Anti-Terror-Alarm auf höchster Stufe: Polizisten hinter einer Absperrung in Almaty

Den Angaben zufolge griffen die Täter ein Gebäude der Polizei und ein Gebäude der Spezialkräfte an. Eine genaue Opferzahl nannte das Innenministerium nicht. Das nationale Sicherheitskomitee teilte mit, der "Anti-Terror-Alarm" sei auf die höchste Stufe angehoben worden.

Regierung: Taten von Islamisten

In Kasachstan gab es in den vergangenen Monaten mehrere gewaltsame Zwischenfälle, für die die Regierung Islamisten verantwortlich machte. Anfang Juni wurden in Aktobe im Westen des Landes sieben Menschen von Angreifern getötet, die einen Militärstützpunkt stürmen wollten. Anschließend tötete die Polizei bei Razzien 18 Menschen.

Präsident Nasarbajew führt Kasachstan seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion mit harter Hand. Im Gegensatz zu anderen zentralasiatischen Ländern erlebte der Staat in den vergangenen Jahrzehnten keine größeren politischen Unruhen, allerdings wuchs zuletzt angesichts wirtschaftlicher und sozialer Probleme der Unmut in der mehrheitlich muslimischen Bevölkerung.

jj/cr (dpa, afp)

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