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Aktuell Afrika

Mehrere Nationalgardisten in Tunesien getötet

Im Jahr 2010 war Sidi Bouzid der Ausgangspunkt des Arabischen Frühlings. Nun wird aus der tunesischen Stadt ein blutiger Zwischenfall gemeldet.

Bei Gefechten zwischen Sicherheitskräften und bewaffneten Angreifern nahe der tunesischen Stadt Sidi Bouzid sind drei Nationalgardisten und ein Extremist getötet worden. Zwei Terroristen griffen eine Patrouille an und lieferten sich mit Sicherheitskräften einen Schusswechsel, wie das Innenministerium mitteilte.

Auf der Flucht erschossen die Angreifer demnach einen weiteren Nationalgardisten, ehe eine Eliteeinheit die Verfolgung aufnahm. Im Zuge dessen sei einer der mutmaßlichen Dschihadisten tödlich getroffen worden. Den anderen hätten Sicherheitskräfte schwer verletzt festgenommen. Insgesamt seien elf Menschen verletzt worden, darunter auch Zivilisten.

Selbstverbrennung eines Gemüsehändlers

Sidi Bouzid gilt als Wiege des Aufstandes in der Arabischen Welt, des sogenannten Arabischen Frühlings. In der Kleinstadt hatte sich der Gemüsehändler Mohammed Bouazizi Ende 2010 aus Verzweiflung über Behördenwillkür selbst verbrannt. Der Fall löste in Tunesien eine Protestwelle aus, die mit dem Sturz des Langzeitherrschers Zine el Abidine Ben Ali endete.

Im Gegensatz zu vielen anderen Staaten, die von Aufständen erfasst wurden, verlief die politische Entwicklung in dem Land seitdem relativ stabil. Viele Menschen leiden jedoch unter der schlechten Wirtschaftslage. Bewaffnete Dschihadisten konnten sich seit der Revolution verstärkt ausbreiten.

jj/sp (dpa, afp)