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Aktuell Nahost

Mehrere Bombenanschläge in Bagdad

Wieder Gewalt und zahlreiche Tote im Irak: Bei insgesamt drei Angriffen in der Hauptstadt kommen mindestens 88 Menschen ums Leben. Im Norden des Landes sterben Mitglieder der PKK bei türkischen Luftangriffen.

Bei einem ersten Attentat in dem Stadtteil Sadr City starben laut Polizeiangaben bislang mindestens 63 Menschen, mehr als 60 Menschen wurden verletzt. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) erklärte im Internet, eine Autobombe in dem mehrheitlich von Schiiten bewohnten Viertel im Norden der irakischen Hauptstadt gezündet zu haben.

Die Dschihadistenmiliz hatte in der Vergangenheit wiederholt Anschläge auf Schiiten verübt; die sunnitische Organisation betrachtet die Anhänger der - nach den Sunniten selbst - zweitgrößten Konfession innerhalb des Islams als Abtrünnige.

Bei zwei weiteren Angriffen nur wenige Stunden später wurden mindestens 25 Menschen getötet und 56 verletzt. Im Nordwesten Bagdads detonierte zunächst vor einer Polizeistation eine Bombe, dabei starben auch fünf Polizisten. Eine weitere Explosion ereignete sich ebenfalls im Norden der Hauptstadt.

Karte Irak Al-Anbar, Bagdad, Ramadi, Mosul (Grafik: DW)

Der IS kontrolliert weiterhin Gebiete im Westen des Iraks

Erdogan: 3000 IS-Kämpfer getötet

In den vergangenen Monaten wurde der IS von den irakischen Streitkräften zurückgedrängt. Allerdings kontrolliert die Extremistenmiliz weiterhin Gebiete im Westen des Landes. Von dort aus verübt sie Anschläge in anderen Landesteilen.

Am Kampf gegen den IS beteiligt sich auch die Türkei. Laut Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die türkische Armee bis heute 3000 IS-Kämpfer getötet. Erdogan erklärte, kein anderes Land bekämpfe die Dschihadistenmiliz wie Ankara.

Im Kampf gegen die PKK gab die türkische Armee bekannt, elf Mitglieder der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans bei einem Luftschlag in der südosttürkischen Provinz Hakkari und im Norden des Irak getötet zu haben.

bor/sti (afp, rtr)