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Wirtschaft

Mehr Wachstum in Deutschland

Die deutsche Wirtschaft ist Ende 2014 stärker gewachsen als erwartet. Treiber waren der private Konsum und die Investitionen von Unternehmen.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im vierten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 0,7 Prozent und damit deutlich stärker als zunächst erwartet. Das teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit.

In einer ersten Schätzung waren die Statistiker ungefähr von 0,25 Prozent Wachstum im Vergleich zum Vorquartal ausgegangen. Mit dem kräftigen Plus habe sich die konjunkturelle Lage nach dem schwungvollen Jahresauftakt und der Schwächephase im Sommer zum Ende des Jahres stabilisiert, betonten die Statistiker.

Dank des überraschend starken Schlussquartals korrigierten die Statistiker auch den BIP-Anstieg im Gesamtjahr leicht von 1,5 Prozent auf 1,6 Prozent nach oben.

Konsum und Investitionen

Wichtigste Wachstumstreiber waren nach den Angaben erneut die Verbraucher, die ihre Konsumlust nochmals merklich steigerten. Zudem investierten aber auch die Unternehmen wieder mehr in Ausrüstungen und Bauten.

Vom Außenhandel gingen hingegen wenig Wachstumsimpulse aus: Zwar stiegen die Exporte von Waren und Dienstleistungen zum Vorquartal nochmals kräftig, wie die Statistiker erklärten: "Allerdings erhöhten sich die Importe in ähnlicher Größenordnung."

Im Vergleich zum Schlussquartal 2013 stieg das preisbereinigte BIP um 1,6 Prozent. Damit hat das Wachstum auch auf Jahressicht wieder Fahrt aufgenommen: Im dritten Quartal hatte das Plus bei 1,2 Prozent gelegen, im zweiten Vierteljahr bei 1,0 Prozent.

Experten rechnen auch 2015 mit einem robusten Wachstum der deutschen Wirtschaft. Die Konjunktur wird demnach durch den niedrigen Ölpreis und den schwachen Euro, der deutsche Exporte auf den Weltmärkten billiger macht, befeuert. Zudem dürften die niedrige Arbeitslosigkeit und die Mini-Zinsen die Konsumlust der Verbraucher weiter anschieben.

Das Wirtschaftsministerium hatte seine Konjunkturprognose erst kürzlich von 1,3 Prozent auf 1,5 Prozent angehoben.

bea/zdh (dpa, afp)

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