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Reise

Mehr Sicherheit für den Zugverkehr in Frankreich

Am Pariser Nordbahnhof werden ab Sonntag als Folge der Anschläge vom 13. November Sicherheitsschleusen an den Bahnsteigen für die internationalen Thalys-Schnellzüge eingesetzt.

Die Metalldetektoren für Passagiere und die Geräte zum Durchleuchten des Gepäcks sollen am Sonntag in Betrieb genommen werden, wie die für Verkehr zuständige Umweltministerin Ségolène Royal sagte. Auch am Bahnhof der nordfranzösischen Stadt Lille sollen ab Sonntag Sicherheitsschleusen an den Bahnsteigen der Thalys-Schnellzüge eingesetzt werden. Der Thalys verbindet Frankreich, Deutschland, Belgien und die Niederlande.

Passagiere sollten sich "20 Minuten vor Abfahrt des Zuges" am Bahnsteig einfinden, sagte Royal bei einem Besuch der neuen Sicherheitsvorkehrungen im Pariser Nordbahnhof. So sei ein reibungsloser Ablauf möglich. Die Einrichtung von Sicherheitsschleusen für den Thalys war nach den Terror-Anschlägen von Paris beschlossen worden. Royal hatte diese Maßnahme schon nach der fehlgeschlagenen Attacke auf einen Thalys-Schnellzug auf dem Weg von Amsterdam nach Paris im August gefordert.

Die Ministerin will, dass auch in Deutschland, Belgien und den Niederlanden Sicherheitsschleusen für den Thalys aufgebaut werden. "Alle meine Amtskollegen haben mich angerufen", sagte sie am Donnerstag. "Wir werden zu Jahresbeginn einen Besuch organisieren, damit sie es sich anschauen können."

Wenn die Sicherheitsschleusen in Frankreich für die Thalys-Züge gut funktionierten, könne die Maßnahme auch auf andere Züge ausgeweitet werden, sagte Royal. Die Umweltministerin sprach dabei nicht nur von den TGV-Schnellzügen, sondern auch von Regionalzügen. Nach Angaben der französischen Staatsbahn SNCF kosten Sicherheitsschleusen für einen Bahnsteig pro Jahr einschließlich des Personals 2,5 Millionen Euro.

at/ks (afp, dpa)