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Wirtschaft

Mehr Geld für sauberere Luft

Die Luftverschmutzung kostet Menschenleben. Wird nicht mehr getan, dürfte die Zahl der dadurch bedingten Todesfälle bis 2040 auf 7,4 Millionen pro Jahr ansteigen, warnte die Internationale Energieagentur.

Höhere Investitionen im Energiesektor könnten nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) Millionen Todesfälle durch Luftverschmutzung verhindern. Dazu müssten die Gesamtinvestitionen bis zum Jahr 2040 um sieben Prozent oder knapp fünf Milliarden Dollar höher ausfallen als ohnehin erwartet, heißt es in einem am Montag in London veröffentlichten Bericht. Dann könnten bis dahin 1,7 Millionen Todesfälle durch schlechte Luft im Freien und 1,6 Millionen durch Luftverschmutzung in Haushalten vermieden werden. "Das sind Peanuts", sagte IEA-Direktor Fatih Birol. "Damit können aber drei Millionen Menschenleben gerettet werden."

Der Schadstoffausstoß werde bis 2040 zwar zurückgehen, erklärte die Agentur. Doch die derzeitigen Pläne reichten nicht aus, um die Qualität der Luft zu verbessern. Luftverschmutzung sei inzwischen die viertgrößte Gefahr für die Gesundheit nach Bluthochdruck, ernährungsbedingte Risiken und Rauchen.

Indien: Junge mit einer Atemmaske, Foto: dpa

Schlechte Luft macht krank

Saubere Luft ist ein Menschenrecht

Die nötigen zusätzlichen Ausgaben lägen dem Bericht zufolge bei insgesamt 4,8 Billionen US-Dollar (rund 4,3 Billionen Euro). Damit sollten weniger schmutzige Energien, aber auch ein effizienterer Verbrauch gefördert werden. "Saubere Luft ist ein Menschenrecht, das dem Großteil der Weltbevölkerung fehlt", sagte Birol.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sterben 6,5 Millionen Menschen jährlich an den Folgen von Luftverschmutzung. Die IEA geht davon aus, dass diese Zahl bis 2040 ohne zusätzliche Anstrengungen steigt: Sie rechnet mit 4,5 Millionen Toten pro Jahr wegen Luftverschmutzung im Freien und etwas weniger als 3 Millionen Toten durch Luftverschmutzung in Haushalten. Ein genauer Nachweis einzelner Todesfälle durch Luftverschmutzung ist meist schwierig, internationale Organisationen berufen sich bei ihren Gesamtschätzungen auf statistische Werte.

iw/hb (dpa, rtrs)

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