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Migration

Mehr Flüchtlinge kommen über das Mittelmeer

Flüchtlinge aus Nordafrika nutzen derzeit wieder verstärkt die Route über das Mittelmeer nach Europa. Im Vergleich zum Vorjahr steigt deren Zahl deutlich an. Rettungskräfte müssen immer wieder ausrücken.

Die Zahl der Flüchtlinge, die über die zentrale Mittelmeerroute kommen, hat wieder zugenommen. Seit Jahresbeginn seien bis zum 22. Juni genau 71.978 Neuankömmlinge in Italien registriert worden, berichtet die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf deutsche Sicherheitskreise. Das seien 27,6 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2016.

Rund 3,3 Millionen Flüchtlinge halten sich dem Bericht zufolge derzeit in der Türkei auf. In Griechenland seien es mehr als 62.000 Flüchtlinge, davon fast 14.500 auf den Inseln.  In Deutschland seien von Januar bis Ende Mai 77.148 Asylgesuche eingereicht worden. Im Vorjahr waren es im gesamten Jahr 280.000 gewesen.

Spanier retten Flüchtlinge

Erst am Samstag hatten spanische Rettungskräfte mehr als 200 Flüchtlinge gerettet, die in behelfsmäßigen Booten das Festland erreichen wollten. Ein Sprecher der staatlichen Gesellschaft für Seenotrettung sprach von insgesamt 224 Migranten. In der Straße von Gibraltar waren nach seinen Angaben zunächst ein Schiff und ein Hubschrauber daran beteiligt, 152 Flüchtlinge von drei Booten zu bergen. Im Alborán-Meer zwischen der Iberischen Halbinsel und Nordafrika habe ein Flugzeug der EU-Grenzschutzagentur Frontex später ein weiteres Flüchtlingsboot entdeckt. Auch dessen Insassen seien in Sicherheit gebracht worden.

Am Donnerstag hatte die staatliche Gesellschaft für Seenotrettung die Rettung von mehr als 400 Bootsflüchtlingen innerhalb von zwei Tagen bekannt gegeben. Im gesamten letzten Jahr wurden der spanischen Küstenwache zufolge 6726 Migranten gerettet, die es auf dem Seeweg nach Spanien versuchten.

wo/kle (rtr, epd, afp)