Mehr Deutschlernende an Goethe-Instituten | Deutschlehrer-Info | DW | 14.12.2017
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Deutschlehrer-Info

Mehr Deutschlernende an Goethe-Instituten

Das Goethe-Institut erreicht mit seinen Angeboten deutlich mehr Menschen als vor fünf Jahren. Ob im Internet oder vor Ort – die Kultur- und Sprachkursangebote aus Deutschland erfreuen sich wachsender Beliebtheit.

Weltweit steigt die Zahl der Deutschlernenden. Davon profitieren auch die Goethe-Institute. Die Zahl der Menschen, die bei dem deutschen Kulturinstitut einen Sprachkurs belegt haben, stieg seit 2012 um 17 Prozent auf 242.000 im Jahr 2016.

Das teilte das Institut am 12.12.2017 in Berlin mit. Auch die Bibliotheken der Institute waren beliebt. Sie wurden im vergangenen Jahr von  rund einer Million Menschen besucht, das  sind 50 Prozent mehr als vor 5 Jahren. Die Reichweite im Internet steigerte sich ebenfalls um knapp 50 Prozent auf 34,5 Millionen Besuche im Jahr.

Wachstum durch Modernisierung

„Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, die Teilnehmerzahlen an den Sprachkursen und Prüfungen der Goethe-Institute im Ausland in den vergangenen Jahren kontinuierlich zu steigern", erklärte Institutspräsident Klaus-Dieter Lehmann. Die Kulturveranstaltungen besuchen inzwischen jährlich rund 16 Millionen Menschen, besonders freue ihn der Zuwachs bei den Bibliotheken. Erreicht worden sei dies unter anderem durch Modernisierung der Spracharbeit, gezielte Kampagnen in einzelnen Ländern und Fortbildungsprogramme für Deutschlehrer, hieß es. Ein neues Bibliothekskonzept nehme die Bedürfnisse des analogen und digitalen Arbeitens gleichermaßen in den Blick.

Goethe-Institut-Präsident Klaus-Dieter Lehmann (picture-alliance/dpa/R. Jensen)

Institutspräsident Klaus-Dieter Lehmann freut sich über die gestiegene Nachfrage

Wachstum braucht mehr Geld

Der Generalsekretär des Goethe-Instituts, Johannes Ebert, sieht durch die gesellschaftlichen Umbrüche weltweit auch Chancen für die auswärtige Kultur- und Bildungspolitik. Zivilgesellschaften seien auf der ganzen Welt immer stärker unter Druck. Allerdings benötige das Goethe-Institut für seine Arbeit mehr Geld. Um die Handlungsfähigkeit der Auslandsinstitute zu erhalten, seien in den kommenden Jahren Investitionen notwendig, betonte Ebert. Der Gesamthaushalt dieses Jahres liege mit 396 Millionen Euro neun Millionen unter dem Gesamtetat des vergangenen Jahres.  Außerdem will Ebert die digitalen Angebote ausbauen. Er hofft, damit verstärkt junge Zielgruppen anzusprechen. 

Weltweite Partnerschaften

Weltweit gibt es 159 Goethe-Institute in 98 Ländern. Sie bieten Sprachkurse an, pflegen die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermitteln ein Bild von Deutschland. Dazu kommen Kooperationen mit Partnereinrichtungen. Im kommenden Jahr etwa wollen sich die Goethe-Institute in Europa gezielt dem Thema Freiheit widmen. Dazu startet in rund 40 Städten das Programm „Freiraum". Dabei entwickeln jeweils zwei Städte, die mindestens tausend Kilometer voneinander entfernt liegen, gemeinsame Projekte. Ein zweiter Schwerpunkt soll im kommenden Jahr die deutsche Kolonialgeschichte in Afrika sein. Dazu startet ein Pilotprojekt, das sich dem Thema zusammen mit afrikanischen Wissenschaftlern annimmt.

mk/ip (afp, epd, kna)

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