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Aktuell Welt

Mehr Austausch mit Pakistan

Berlin und Islamabad wollen künftig enger kooperieren. Ein dazu von Außenminister Westerwelle und seiner pakistanischen Kollegin Khar unterzeichneter Vertrag soll zugleich Afghanistan zugute kommen.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle und seine pakistanische Kollegin Hina Rabbani Khar haben in Berlin ein Abkommen zur Aufnahme eines "strategischen Dialogs" unterzeichnet. Vorgesehen sind insbesondere regelmäßige Konsultationen im Bereich der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik und eine verstärkte Zusammenarbeit zur Stabilisierung Afghanistans sowie im Anti-Terror-Kampf.

Westerwelle sagte, Pakistan habe aus deutscher Sicht eine entscheidende Bedeutung für die Stabilität der ganzen Region und in Afghanistan: "Ohne Pakistan wird es keine Lösung in Afghanistan geben. Ohne ein stabiles Afghanistan wird aber auch Pakistan nicht zur Ruhe kommen." Die Grenzregion zwischen beiden Ländern gilt als wichtigstes Rückzugsgebiet für islamistische Terroristen. Pakistan wird auch selbst immer wieder von Anschlägen erschüttert. Das muslimische Land mit seinen mehr als 170 Millionen Einwohnern gehört zudem zu den Staaten, die über eine eigene Atombombe verfügen.

"Pakistan hat kein geheimes politisches Programm"

Die pakistanische Außenministerin sagte, ein friedliches und stabiles Afghanistan sei im nationalen Interesse ihres Landes. Ausdrücklich betonte Khar in diesem Zusammenhang, dass Islamabad hinsichtlich des Nachbarstaates kein "geheimes politisches Programm" verfolge. Die USA werfen den Streitkräften und dem Geheimdienst ihres pakistanischen Verbündeten seit langem vor, insgeheim Aufständische im Kampf gegen die Regierung in Kabul zu unterstützen.

Khar machte auch das Interesse ihres Landes an einem weiteren Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen deutlich. Heute schon ist Deutschland Pakistans wichtigster Handelspartner in Europa.

sti/wa (afp, dpa)